Die härtesten Sprüche des Chefs auf "Badassboss"

Michael Kötting (li.) und sein Kollege Stojan Rudan vor ihrer Seite www.badassboss.de. Fiese Sprüche willkommen!
Michael Kötting (li.) und sein Kollege Stojan Rudan vor ihrer Seite www.badassboss.de. Fiese Sprüche willkommen!
Foto: privat
Wenn der Chef sich im Ton vergreift, werden Michael Kötting und Stojan Rudan hellhörig: Die zwei jungen Computer-Fachleute aus dem Siegerland präsentieren auf ihrer Internetseite „Badassboss“ die bemerkenswertesten Äußerungen, die User von ihren Vorgesetzten zu hören bekommen.

Siegen.. Sucht man in Wörterbüchern nach einer Übersetzung des englischen Begriffs „badass“, stößt man auf Übersetzungen wie „krass“ oder „harter Typ“. Auch ein US-Action-Film trägt den Titel Bad Ass, was aber nicht wirklich zur Klärung beiträgt. Zwei junge Computer-Fachleute einer mittelständischen Siegerländer Software-Firma haben sich des Begriffs mit ganz eigentümlicher Motivation bemächtigt. „Badassboss“ heißt ihr Internetauftritt, mit dem Michael Kötting und sein Kollege Stojan Rudan sozusagen satirisch durchstarten wollen.

Die besten Sprüche des Chefs

Was verbirgt sich dahinter? „Jeder, der schon einmal eine Standpauke von seinem Chef bekommen hat, begreift schnell, worum es geht“, sagt Michael Kötting, der bei erwähnter Firma sein duales Studium „Online-Medien“ absolviert. Denn auf www.badassboss.de kann jeder den aus seiner Sicht originellsten oder härtesten „Krass-Spruch“ eines Vorgesetzten ins Internet befördern.

Kostprobe aus dem Bewerbungsgespräch gefällig: „Ich denke“, sagt der Personalchef, „beim nächsten Mal klappt es bestimmt mit einem Job. Seien Sie einfach ganz wer anderes.“ So ein Spruch sitzt. Oder die Manager-Weisheit: „Fehler zu machen und sich zu irren, ist menschlich. Doch es anderen in die Schuhe zu schieben, zeigt echte Führungsqualität.“

Wer sich auf www.badassboss verirrt oder durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf die Internet-Seite stößt, wird zunächst mit einem aktuell guten Badass-Spruch begrüßt. Rechts unten auf der Seite kann sich dann jeder mit einem eigenen Badass-Spruch verewigen und mit einem „Yeah“ für den einen oder anderen Chef-Spruch votieren. Nach dem Motto: Die meisten „Yeahs“ kennzeichnen den besten Spruch.

Sprücheklopfer unerwünscht

Damit sich die Seite nicht im Verbal-Sumpf verstrickt, kontrollieren Kötting und Rudan jeden neuen Spruch auf ihrer Homepage auf dessen Verträglichkeit. Üble Sprüche unter der Gürtellinie, versichern die beiden, „haben keine Chance“.

Bislang hat die Idee eine für das Erfinder-Duo zufriedenstellende Resonanz. Kötting: „Mittlerweile haben wir über 400 Sprüche gesammelt und kommen so auf rund 9000 Klicks im Monat.“

Ob sie ihre Idee irgendwann auch mal gewinnbringend auf dem überfüllten Internet-Markt platzieren können, steht natürlich noch in den Sternen. Gegen wirtschaftlichen Erfolg mit der Chef-Satire würden sich die beiden aber nicht wehren.

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