Die Gemeinde fährt jetzt elektrisch

Von links: Bürgermeister Dietmar Heß, RWE-Kommunalbetreuer Markus Ebert und Finnentrops Klimaschutzmanager Gunter Stegemann.
Von links: Bürgermeister Dietmar Heß, RWE-Kommunalbetreuer Markus Ebert und Finnentrops Klimaschutzmanager Gunter Stegemann.
Foto: WP

Finnentrop.  Bisher kam in Finnentrop nur der Postbote mit dem Rad, künftig radeln auch die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung zum Ortstermin, allerdings komfortabler. Bürgermeister Heß nahm gestern Morgen zwei blaue Elektrofahrräder in Dienst. „Es ist der Einstieg der Elektromobilität bei der Gemeinde Finnentrop und ein weiterer kleiner aber wichtiger Schritt, um den Klimaschutz nach vorn zu bringen“, so Gunter Stegemann, Finnentrops neuer Klimaschutzmanager.

Mehr als 4000 Euro sind die beiden Räder wert, gesponsert vom Energieversorger RWE. Laut Kommunalbetreuer Markus Ebert will das Unternehmen damit die Elektromobilität anschieben.

Anschieben müssen die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung die Räder tunlichst nicht. Der Akku hat eine Reichweite von 60 bis 80 Kilometern, bevor er für drei Stunden wieder an die neue Ladesstation in der Tiefgarage des Rathauses muss. So eignen sich die Räder für Dienstfahrten aller Art in der Gemeinde. Bürgermeister Dietmar Heß, der gestern die erste Probefahrt mit dem neuen Gemeinderad machte: „Unsere Leute sind ja ständig unterwegs.“ Egal, ob Ordnungsamt oder Schulverwaltung, alle Mitarbeiter sollen möglichst vom Dienstwagen aufs Dienstrad umsteigen. Und wollen das wohl auch, jedenfalls endete eine Umfrage unter den Rathausmitarbeitern mit großem Zuspruch für die Anschaffung des Räder.

Als Zubehör schaffte die Gemeinde Fahrradhelme in verschiedenen Größen an, Aktentaschen für die Räder sind ebenfalls bestellt.

Dem Einstieg in die Elektromobilität soll schon bald der nächste Schritt folgen. Am 1. August soll das erste Elektroauto vor dem Rathauseingang stehen, dann sogar ohne Sponsoring. Ein japanischer Autohersteller habe der Gemeinde Finnentrop ein so gutes Angebiot gemacht, dass man nicht nein sagen konnte, so Dietmar Heß. Klimamann Stegemann: „Wir wollen damit ein Zeichen setzen, weil zwei Drittel aller Dienstfahrten Kurzstrecken sind.“

Die Finnentroper Bürger müssen sich als daran gewöhnen, dass die Mitarbeiter der Gemeinde künftig elektrisch, und damit ziemlich „lautlos“ daher kommen.

 
 

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