Die Finnentroper Feuerwehr kennt keine Nachwuchssorgen

Über eine Rettungsplattform werden die Insassen des Lkw gerettet.
Über eine Rettungsplattform werden die Insassen des Lkw gerettet.
Foto: WP
Die Sirene auf dem Dach des Fretteraner Feuerwehrgerätehauses heulte am Dienstag kurz nach 18 Uhr los. Mit Blaulicht und ohrenbetäubendem Geheul der Martinshörner rollten wenig später die Löschfahrzeuge und Mannschaftstransportwagen aus der Gemeinde Finnentrop an.

Fretter..  Die Sirene auf dem Dach des Fretteraner Feuerwehrgerätehauses heulte am Dienstag kurz nach 18 Uhr los. Mit Blaulicht und ohrenbetäubendem Geheul der Martinshörner rollten wenig später die Löschfahrzeuge und Mannschaftstransportwagen aus der Gemeinde Finnentrop an.

Ihr Ziel: Der Sportplatz und das anschließende Getränkelager der Firma Drüke. Aus den Fahrzeugen sprangen aber keine Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen, sondern Jugendliche – Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 18 Jahren. Die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Finnentrop hatte ihre jährliche Großübung.

Das Szenario: Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Lkw sind insgesamt vier Personen in den Fahrzeugen eingeklemmt. Die Insassen des Lkw müssen über eine Rettungsplattform aus dem Fahrzeug geborgen werden. Durch den Aufprall hat der Lkw seine Ladung, bestehend aus Fässern, verloren. Diese haben einen weiteren Passanten unter sich begraben. Zunächst waren die Gruppen Frettertal I und Lennetal I mit der Rettung der Verletzten beschäftigt. Zeitgleich war die Gruppe Frettertal II mit dem Aufbau der Beleuchtung und des Behandlungsplatzes beauftragt. Lennetal II hingegen musste eine Wasserversorgung über Hydranten zur Einsatzstelle errichten.

Bei der Großübung, die von zahlreichen Interessierten aufmerksam verfolgt wurde, zeigten die Nachwuchswehrleute großen Einsatz. 64 von insgesamt 80 Jungen und Mädchen in der Jugendwehr der Gemeinde nahmen an der Übung teil.

In der Jugendfeuerwehr lernen die Jugendlichen spielerisch, was sie für die Einsätze wissen müssen, machen mit bei regelmäßigen Gruppenabenden und anderen gemeinsamen Aktivitäten „Obwohl jeder Ort eine eigene Jugendfeuerwehr hat, werden viele Aktivitäten gemeinsam unternommen. Hierzu gehört unter anderem, dass wir jedes Jahr bei einer gemeinsamen Großübung die ortsübergreifende Zusammenarbeit üben“, erläuterte Jörg Hömberg von der Jugendwehr.

Dass die Tätigkeit in der Jugendfeuerwehr Spaß macht, muss sich herumgesprochen haben. Nachwuchssorgen hat die Wehr in der Gemeinde Finnentrop nicht. „Aber wir freuen uns natürlich über jeden, der zu uns kommt“, so Hömberg, „denn nicht alle bleiben dabei und wechseln später in die große Wehr.“

 
 

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