Die eigenen Grenzen ausgetestet

Kreis Olpe..  Arbeitssicherheit ist ein wichtiger Aspekt bei der täglichen Arbeit in den Werthmann-Werkstätten. Um die Mitarbeiter zu qualifizieren, die mit den Personal- und Materialtransporten betraut sind, wird alle drei Jahre ein Fahrsicherheitstraining veranstaltet.

Neun Beschäftigte, Gruppenleiter Frank Mayweg und der Abteilungsleiter der Werthmann-Werkstätten Olpe und Welschen Ennest, Theo Selter, lernten auf dem Gelände des Verkehrssicherheitszentrums Olpe unter Leitung von Trainer Burkhard Müller die Grenzen der Fahrphysik, ihrer Autos und ihrer eigenen Grenzen kennen.

Wichtige Lenk- und Blicktechnik

Beim Slalomparcours stellten sie fest, wie wichtig die Lenk- und Blicktechnik ist. Dabei galt es, das Fahrzeug ruhig zu halten und mit dem richtigen Gefühl in die Kurven zu gehen. Bei verschiedenen Bremsmethoden auf griffigem Asphalt und glatten Fahrbahnen wurden sie an die Fahrtechniken herangeführt, um kritische Situationen besser zu bewältigen.

Spannend und lehrreich

Für die Teilnehmer war das Fahrsicherheitstraining spannend und lehrreich. „Für mich war das Rückwärtsfahren nach Spiegel sehr interessant“, so einer der Beschäftigten. Das Erlernen der verschiedenen Bremstechniken war für alle wichtig. „Wenn ich bei 50 Stundenkilometern plötzlich eine Vollbremsung machen muss, beträgt der Bremsweg neun Meter. Auf glatten Flächen ist er noch länger. Deshalb sollte man besonders in Ortschaften und besonders in Tempo 30-Zonen sehr vorausschauend fahren, um gleich in der Schrecksekunde richtig zu reagieren“, erkannte Michael Laukant.

Das Fahren über die Gleitfläche, die winterliche Fahrverhältnisse darstellt, war für alle beeindruckend. Dabei galt es, bei Tempo von 50 und 60 km/h die simulierte Gefahrensituation durch die aus dem Boden schießenden Wasserfontänen durch gezieltes Bremsen, Lenken und optimale Blickführung zu bewältigen.

„Riskantes Fahren ist nicht berechenbar. “, sagte Trainer Müller den Teilnehmern . Deshalb solle man stets verantwortungsvoll, den Verkehrsverhältnissen angepasst und vorausschauend fahren. Denn nur bei defensivem Fahren könne man den Spannungsbogen rechtzeitig erkennen und Reserven einsetzen.

Bessere Chancen auf Arbeitsmarkt

Theo Selter brachte das Ergebnis auf den Punkt: „Unsere Beschäftigten wurden an ihre eigenen Grenzen herangeführt und konnten dadurch ihr Fahrkönnen verbessern. Sie haben nun mehr Sicherheit hinter dem Steuer und wissen, wie sie in bestimmten Situationen reagieren müssen.“ „Dieses Fahrtraining unterstützt die individuellen Vermittlungschancen eines Bewerbers auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, weil damit Kenntnisse einer guten und sicheren Fahrpraxis nachgewiesen werden können“, so Selter weiter.

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