Der Weg ist frei für den Freifunk in Wenden

Im Bereich des Wendener Rathauses wird es Freifunk geben. Die Kommunalpolitiker haben den Antrag der Grünen beschlossen, nachdem noch einige offene Fragen geklärt worden waren.
Im Bereich des Wendener Rathauses wird es Freifunk geben. Die Kommunalpolitiker haben den Antrag der Grünen beschlossen, nachdem noch einige offene Fragen geklärt worden waren.
Foto: www.blossey.eu

Wenden..  Grünes Licht für den von den Grünen beantragten Freifunk in Wenden. Vor allem rund ums Rathaus soll es bald rundgehen. Das beschloss der Rat am Mittwochabend. Bürgermeister Peter Brüser wurde beauftragt, die Weichen zu stellen. Gleichzeitig soll er die Verträglichkeit im Bereich des Feuerwehrhauses überprüfen, da es dort bald einen neuen Digitalfunk gibt. Auf eventuelle Konflikte hatte Gemeindebrandmeister und CDU-Ratsherr Wolfgang Solbach hingewiesen.

Zur Vorgeschichte. Am 10. März 2015 hatten die Wendener Grünen in einem Schreiben beantragt, dass sich die Wendener Verwaltung der Initiative „Freifunk Biggesee“ anschließt und sobald wie möglich im und um das Rathaus freien Zugang zum Internet anbietet. Zudem solle die Verwaltung überprüfen, auch andere öffentliche Gebäude wie Schwimmbad Feuerwehrhäuser etc. mit Freifunk auszustatten. „Am Biggesee herum gibt es eine Bewegung, die an der Gemeinde Wenden vorbeizieht. Das ist für eine moderne Gemeinde unverzichtbar, dass wir so etwas auch hier bekommen. Das ist die Zukunft“, hatte Grünen-Chef Elmar Holterhof den Antrag in der Ratssitzung am 25. März begründet.

Fragenkatalog

Positive Signale für den Freifunk hatte es auch von der Verwaltung gegeben. „Die Erfahrungen aus den Rathäusern Olpe und Attendorn sind positiv. Man kann das Projekt empfehlen“, hatte Kämmerer Bernd Clemens gesagt. Noch weitere Infos wünschte Christoph Schürholz (CDU) und legte einen Fragenkatalog vor, der jetzt in der Ratssitzung beantwortet wurde.

Kosten sind überschaubar

Auf die Frage, ob es überhaupt technisch möglich sei, mit den Breitbandverbindungen des Rathauses oder anderen öffentlichen Gebäuden Freifunk anzubieten, antwortete die Verwaltung: „Mit der bestehenden Internetverbindung des Rathauses über die Kommunale Datenzentrale Westfalen-Süd in Siegen nicht, über zusätzliche Internetanschlüsse schon.“ Ein Internetanschluss kostet einmalig etwa 70 Euro, die monatlichen Kosten liegen bei 34,95 Euro, der notwendige Router mit Software bei etwa 20 Euro. Zudem wollte Christoph Schürholz wissen, wie weit die theoretische Reichweite im und um das Rathaus der Freifunkverbindung wäre und ob dies Konsequenzen für das Rathaus-Umfeld hätte. Antwort der Verwaltung: Je nach Standort im oder auf dem Gebäude bis zu 100 Meter. Konsequenzen auf das Rathaus-Umfeld sind nicht bekannt. Schürholz wissen, ob die Gemeinde Wenden aktuell verpflichtet sei, einen gewissen Jugendschutz für diese Verbindung zu schaffen. Hier gab es ein Nein aus dem Rathaus. „Welche Erfahrungen haben umliegende Kommunen mit Freifunk?“, war eine weitere Frage des CDU-Ratsherrn aus Hünsborn. Es seien Aktivitäten aus Attendorn, Lennestadt und Olpe bekannt, die nach eigener Auskunft gute Erfahrungen gemacht haben, so die Verwaltung.

Die CDU stimmt zu

„Wir schlagen vor, dass die Verwaltung den Freifunk besonders am Rathaus umsetzt“, hatte Elmar Holterhof in der Ratssitzung am Mittwoch noch einmal beantragt. „Nachdem alle Fragen von Christoph Schürholz beantwortet sind, würden wir dem Antrag zustimmen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender, Hubertus Zielenbach. Damit ist der Weg nun also frei für den Freifunk in Wenden.

EURE FAVORITEN