Den Standortvorteil nicht aufgeben

Der Feuerteich in ungewohnter Perspektive
Der Feuerteich in ungewohnter Perspektive
Foto: WP
Die Attendorner SPD löst sich von der Vorstellung, nur durch eine konsequente Verdrängung des Parkverkehrs aus der Innenstadt ließe sich die Aufenthaltsqualität verbessern.

Attendorn..  Die Attendorner SPD löst sich von der Vorstellung, nur durch eine konsequente Verdrängung des Parkverkehrs aus der Innenstadt ließe sich die Aufenthaltsqualität verbessern. Im Gegenteil: diese Verdrängung sei nicht das Allheilmittel für den örtlichen Einzelhandel. In einer Presseerklärung, zur heutigen Sitzung des Planungsausschisses heißt es:

„Das Parkraumkonzept der Hansestadt Attendorn, das tiefgreifende Änderungen in der Parkraumbewirtschaftung mit sich bringen soll, sieht die SPD-Fraktion mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Nachhaltige Aufwertung

Die geplanten städtebaulichen Veränderungen, die erst durch Umstrukturierung des Parkverkehrs möglich werden, sind ausdrücklich zu begrüßen.

Die Umgestaltung des Bereichs „Im Tangel“ sowie des Klosterplatzes - beides bisher stark frequentierte Parkflächen mit entsprechend hohem Park-Such-Verkehr - und nicht zuletzt der Ennester und Niederste Straße wird eine nachhaltige Aufwertung für die Innenstadt Attendorns bedeuten, sowohl für die vielbeschworene Aufenthaltsqualität, als auch für die Unterstützung des Einzelhandels.

Dennoch vertritt man in der SPD die Auffassung, dass das Verdrängen des Parkverkehrs allein nicht das Allheilmittel für den lokalen Einzelhandel darstellen kann, im Gegenteil: „Durch die flächendeckende Einführung von Parkgebühren wird den Menschen einmal mehr die Lust am Einkaufen in unserer Stadt genommen. Bisherige Standortvorteile gegenüber den Nachbarkommunen gehen verloren, ohne das ein unmittelbarer Mehrwert ersichtlich wird“, erläutert der Fraktionsvorsitzende Gregor Stuhldreier.

„Es ist offensichtlich, dass eine attraktivere Gestaltung nur erfolgen kann, wenn Parkraum verlagert und der motorisierte Verkehr reduziert wird. Dies darf aber nicht auf Kosten des Einzelhandels gehen“, so Stuhldreier weiter.

Daher wird die SPD folgende punktuelle Verbesserungen des Parkraumkonzepts in die politische Diskussion einbringen:

Auf der Ennester Straße und der Niederste Straße sollen jeweils wenige Kurzzeitparkplätze angelegt werden, die für Kunden des täglichen Bedarfs bereitgestellt werden.

Außerhalb der Wälle soll das Parkraumangebot unter Beibehaltung der Parkscheibenregelung für zwei Stunden aufrecht erhalten werden. Dies betrifft die Parkflächen in den Bereichen Bahnhof, Hallenbad und Kölner Tor.

Parkdeck zurückkaufen

Das Parkdeck am Feuerteich und das Parkhaus Hansastraße sollen von der VVG zurückgekauft werden, um damit kostenfreies Parken im gesamten Bereich „außerhalb der Wälle“ zu ermöglichen.

Die SPD-Fraktion wird dazu in der Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt am heutigen Montag einen entsprechenden Prüfantrag zur Kostenermittlung an die Verwaltung stellen mit der Zielsetzung, kostenfreies Parken in Attendorn zu ermöglichen und eine einheitliche und nachvollziehbare Kostenstruktur für alle Parkflächen in und um die Innenstadt zu erreichen.

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