Defibrillator an St. Elisabeth

Schönau.  Einen neuen, freizugänglichen Defibrillator stellte Ortsvorsteher Stefan Löhr im Gasthof Wurm „Bützers“ in Schönau vor – und gab einen Einblick, wie es überhaupt zu der Anschaffung des Gerätes kam.

Die Idee zur Installation eines derartigen Lebensretters sei schon zu Beginn des Jahres 2015 gereift. Auf offene Ohren stießen die Verantwortlichen bei der Hausarztpraxis Spieren in Hünsborn, die die Verwirklichung des Projektes seither begleitet.

Dass auch die Dorfgemeinschaft hinter der Anschaffung steht, zeigte sich bereits beim Schützenfest im vergangenen Jahr. Damals wurden durch eine Zeltsammlung schon etwa die Hälfte der Kosten in Höhe von etwa 3000 Euro durch Spenden gedeckt.

Im Laufe des Jahres seien weitere Spenden durch die örtlichen Unternehmen, Kreditinstitute und Privatpersonen eingegangen, so dass die Dorfgemeinschaft das Gerät nun präsentieren und an der St.-Elisabeth Kirche anbringen kann.

Der automatische externe Defibrillator (AED) werde in einem für jedermann gut sichtbaren Kasten aufgehängt und sei zum Schutz videoüberwacht sowie mit einem GPS-Sender versehen.

Immer mehr Defibrillatoren

Im Anschluss an die Einführung in die Funktionsweise des Gerätes folgte eine Schulung durch die Hausarztpraxis Spieren. Stefan Spieren betonte, dass er froh sei, dass die Anzahl insbesondere von freizugänglichen Defibrillatoren in der Gemeinde Wenden wachse. So gäbe es mittlerweile neben dem Gerät in Schönau auch eins in Elben, Hünsborn und seit kurzer Zeit auch in Wenden. Wichtig sei, dass man die Angst vor dem Gerät verliere und im Notfall schnell und einfach helfen könne. Gerade deswegen sei eine Schulung sehr wichtig, um sich mit dem Gerät vertraut zu machen.

Notärztin Julia Spieren betonte, dass Notfälle insbesondere für Laien Extremsituationen seien. Der Defibrillator sei kinderleicht zu bedienen. Man könne keine Fehler dabei machen. Zudem sei alles besser, als nicht zu handeln, wenn es um Leben und Tod gehe.

Am Ende der Veranstaltung dankte Ortsvorsteher Stefan Löhr allen Spendern und der Familie Spieren für die Unterstützung. Er selbst sei froh, dass das Gerät jetzt endlich da sei – hoffe aber, dass es nie zum Einsatz kommen muss.

 
 

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