Das Interesse an der Heinsberger Tunnel-Ausstellung ist riesengroß

Viele Dorfbewohner, Angehörige der ehemaligen Bauarbeiter und Interessenten waren begeistert von der durch die Dorf-AG mit viel Herzblut dokumentierten Geschichte des Heinsberger Tunnels.
Viele Dorfbewohner, Angehörige der ehemaligen Bauarbeiter und Interessenten waren begeistert von der durch die Dorf-AG mit viel Herzblut dokumentierten Geschichte des Heinsberger Tunnels.
Foto: WP

Heinsberg.  Maßstabsgetreue Tunnelprofile, Karten der ehemaligen Bahnstrecke von Kirchhundem nach Birkelbach, Frachtbriefe, Fahrtenbücher, originale Gegenstände, Dienstvorschriften sowie viele Fotos gewähren seit Mittwoch in der ehemaligen Sparkasse in Heinsberg einen Einblick in die vergangenen Zeiten.

Das Interesse an der Ausstellung „100 Jahre Tunneldurchschlag“ war riesengroß. Viele Dorfbewohner, Angehörige der ehemaligen Bauarbeiter und Interessenten waren begeistert von der durch die Dorf-AG mit viel Herzblut dokumentierten Geschichte. In 12 Arbeitseinsätzen und rund 200 ehrenamtlichen Stunden stellten die Mitglieder die Ausstellung zusammen. Dorf-AG-Vorsitzender, Christoph Henrichs blickte in seiner Begrüßung zurück in die Geschichte.

Von der ersten Idee bis zum ersten Spatenstich am Tunneleinschlag vergingen fast 50 Jahre. 503 Arbeitstage waren nötig, um den 1300 Meter langen Tunnel zu graben und die Bahnstrecke, die 1914 in Betrieb genommen wurde, fertig zu stellen. „Für Heinsberg war die Eisenbahnstrecke von großer Bedeutung. Sie brachte Leben, und die Wirtschaft blühte“, so Henrichs. Die Dorf-AG, die es seit 40 Jahren gibt und die seit 13 Jahren ein eingetragener Verein ist, nimmt somit erneut die Aufgabe eines Heimatvereins wahr, dessen wichtigste Aufgabe es ist, Historisches für die Nachwelt zu erhalten. „Was uns fehlt ist ein Dorf-Archiv. Vielleicht gibt die Ausstellung Impulse, diese Gemeinschaftsaufgabe, die wir stemmen können zu realisieren“, ermutigte Henrichs. Im Anschluss an die Eröffnung wurde der Tunneldurchschlag nachgespielt. Die Ausstellung ist in den kommenden zwei Monaten sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet.