Das Instrument bleibt, die Schuhe wechseln

Die fünf Musikerinnen von Brassessoires beim Sauerland Herbst am Sonntag im Finnentroper Kino überzeugten das Publikum. Foto.bsg
Die fünf Musikerinnen von Brassessoires beim Sauerland Herbst am Sonntag im Finnentroper Kino überzeugten das Publikum. Foto.bsg
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Finnentrop..  Eine kesse Lippe hatten die fünf jungen Blechbläserinnen der Brassessoires beim Sauerland Herbst am Sonntag im Finnentroper Kino nicht nur an ihren Instrumenten, auch sonst waren die fünf Ladies nicht auf den Mund gefallen.

Besondere Mischung

Christina Schauer (Tuba und Sologesang), Isabella Hauser(Trompete), Hedwig-Martha Fuchs (Trompete), Katharina Schnetzinger (Posaune) und Franziska Lehner (Horn) sind eine ganz besondere Mischung, die das Publikum gleich von Anfang an gefangen nahmen und beeindruckten. Sie betonten nicht nur den weiblichen Aspekt der Blasmusik, sondern auch ihre eigene Weiblichkeit. Das zeigt sich schon ihrer Namenswahl.

Ausverkauft

Der Name setzt sich zusammen aus „Brass“ (Blechblasinstrumenten) und „Accesoires“ (modisches Beiwerk). Doch Mode hat ihre Grenzen. Das nahmen die fünf Frauen im ausverkauften Kino auch auf die Schüppe.

So kamen sie zwar in Pomps auf die Bühne, wechselten aber nach jedem Stück ihre modischen gegen bequeme Schuhe. Hinzu kamen kleine Geschichten über Männer, Frauen, Drachen, Hexen, Prinzen und die Liebe zwischen den Stücken, die für Schmunzeln bei den Zuhörern sorgten. Auch ihre Herkunft aus Österreich und Bayern nahmen sie augenzwinkernd genau unter die Lupe. Musizierend waren die fünf Musikerinnen auf professionellem Niveau in einer klassischen Brass-Quintett-Besetzung unterwegs. So spannen sie den musikalischen Bogen von zeitgenössischen Originalkompositionen über (Eigen-) Arrangements aus Pop, Jazz, Chanson bis hin zu Volksmusik.

Die Blech-Gesellschaft

Dabei spielten sie ihre Instrumente mit einer beeindruckenden Leichtigkeit. So wurden Stücke wie „Alle Vögel sind schon da“ oder „Ach du lieber Augustin“ voller Spielfreude dargeboten. Die fünf Musikerinnen machten deutlich, auch alte Volkslieder können modern sein.

Das Quintett wurde 2011 gegründet und hat sich innerhalb kurzer Zeit vor allem im deutsch-österreichischen Raum einen Namen gemacht. Bei Brass- und Musikfestivals sowie einschlägigen Blechbläserveranstaltungen trifft man das Ensemble in überregional bekannter Blech-Gesellschaft.

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