Bürgerinitiativen bilden Front gegen Windkraft

Lennestadt-Saalhausen, Saalhausen, Rinsleyfelsen, Rinsley-Felsen mit Gipfelkreuz, Olpe, Sauerland, North Rhine-Westphalia, Germany, Europa
Lennestadt-Saalhausen, Saalhausen, Rinsleyfelsen, Rinsley-Felsen mit Gipfelkreuz, Olpe, Sauerland, North Rhine-Westphalia, Germany, Europa
Foto: Hans Blossey WP

Saalhausen..  Die Bürgerinitiative Saalhauser-Berge ist auf der Suche nach gleichgesinnten Partnern dem „VernunftWende Bündnis NRW“ beigetreten. „Die Initiative Saalhauser-Berge lehnt die Nutzung von Windenergie im Kurbereich Saalhausen auch in Zukunft strikt ab und fordert weiterhin einen nachhaltigen Schutz des Kurgebietes in dem Naturpark durch die Kommunal-, Kreis- und Landespolitik“, so Stephan Pieper, Sprecher der Bürgerinitiative.

Die Stadt Schmallenberg hatte die Saalhauser Berge zwischen Bracht, Werntrop, Selkentrop, Harbecke auf der einen und Saalhausen, Störmecke, Hundesossen, Lenne auf der anderen Seite als mögliche Windkraftvorrangfläche für 8 bis 10 Windräder mit einer Höhe von 200 Metern ins Spiel gebracht und im Dezember 2012 ein Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren eingeleitet. Im Mai letzten Jahres hatte die Stadt das Verfahren zunächst auf Eis gelegt, u.a. weil das Gebiet direkt an das Saalhauser Kurgebiet grenzen würde. Allerdings, so die Bürgerinitiative, könnte dieses ruhende Verfahren jederzeit wieder fortgeführt werden.

Pieper ist jetzt auch Sprecher des neuen Bündnisses VernunftWende: „In NRW zeigt sich immer deutlicher Widerstand gegen Windräder, die meist viel zu nah an Wohnbebauungen geplant werden. Zudem sollen diese Industrieanlagen nach Vorstellung von Politik und Lobbyverbänden weiträumig und zahlreich in Wälder, auf landschaftsprägende Höhenzüge, in wertvolle Naherholungs- und Touristik-Gebiete, Naturschutzreservate und Wasserschutzzonen „gepflanzt“ und die Natur zubetoniert werden.“

Ausgestattet mit hohen finanziellen Mitteln versuche die Windkraft-Lobby mittels diverser, nicht immer der Sachlage angemessenen Gutachten, den Bürgerinitiativen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ziel dieser Lobbyverbände sei es, schnellstmöglich möglichst viele Windparks zu errichten und somit alle möglichen Subventionen abzugrasen. Diesem einseitig orientierten Ansinnen will sich das VernunftWende Bündnis NRW entgegenstellen und erwartet ein Umdenken in der Politik - weg vom Aktionismus, hin zur Vernunft.

Akzeptanzverlust

„Unsere kommunalen politischen Vertreter sollten zum jetzigen Zeitpunkt realistisch und verantwortungsvoll prüfen, ob sie diesen Weg - besonders hier im Mittelgebirge- unter moralischen und ethischen Gesichtspunkten verantworten können. Andernfalls wäre die Grundlage für einen ungezügelten Ausbau zu einer „Windenergie-Region“ im Sinne der Investoren in unserer Heimat geschaffen, frei nach dem Motto: Die Geister, die ich rief, werd ich nicht mehr los. Die Energiewende wird unter den momentan gegebenen Voraussetzungen über kurz oder lang jegliche Akzeptanz bei der Bevölkerung verlieren, und das mit Recht“, so Stephan Pieper.

 
 

EURE FAVORITEN

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.
Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.

Beschreibung anzeigen