Blutauffrischung für die SGV Abteilung

Der Serkenroder SGV Vorsitzende Alfons Henke (hinten) mit sechs seiner acht jungen Mitglieder. Matthias Bertels (von links) , Sandra Wiethoff, Thorsten Schulte, Andreas Bertels, Karin Eickelmann und Julia Dünnebacke (v.l) nahmen an der Wanderung zum Backes in Obermarpe teil.
Der Serkenroder SGV Vorsitzende Alfons Henke (hinten) mit sechs seiner acht jungen Mitglieder. Matthias Bertels (von links) , Sandra Wiethoff, Thorsten Schulte, Andreas Bertels, Karin Eickelmann und Julia Dünnebacke (v.l) nahmen an der Wanderung zum Backes in Obermarpe teil.
Foto: WP
Wandern ist kein längst kein Seniorenhobby mehr. Ein gutes Beispiel dafür ist die SGV Abteilung Serkenrode. Ein Viertel ihrer Mitglieder ist jünger als 36 Jahre.

Serkenrode..  Die gute Nachricht: Trotz zahlreicher Angebote im Freizeitbereich belegen zahlreiche Studien eine ungebrochene, ja sogar wachsende Beliebtheit des Wanderns in der deutschen Bevölkerung. Die schlechte Nachricht: Gerade für viele Jugendliche wird Wandern als ein „Seniorenhobby“ angesehen.

Viele junge Menschen verbinden wandern im Verein mit Heimatmythos, Hüttenidylle, Wimpeln, Aufmärschen und überlebtem Liedgut. Das macht besonders den SGV Abteilungen in der hiesigen Region zu schaffen. Der Nachwuchs fehlt, die Abteilungen werden im Durchschnitt immer älter, und oftmals müssen sie mit anderen fusionieren oder gar ihre Tätigkeit einstellen.

Wir brauchen die Jugend

Der SGV Abteilung Serkenrode ist es gelungen, diesen Trend zu kippen. 32 Mitglieder zählt der Verein, doch acht von ihnen im Alter zwischen 24 und 35 Jahren, die sich dem Verein in den Jahren 2012 und 13 anschlossen, bilden den hoffnungsvollen Nachwuchs. „Als ich vor sechs Jahren den Vorsitz übernahm, waren wir gerade mal 18 Mitglieder“, erzählt Vorsitzender Alfons Henke. „Es kamen einige neue dazu, aber wir brauchten besonders die Jugend.“

Die meldete sich 2012. „Drei Burschen aus Serkenrode kamen eines Tages zu mir und fragten, ob sie dem SGV beitreten könnten. Was will man mehr, und wir haben den Beitritt nicht ganz auf dem Trockenen beschlossen“, so Henke. Einer der Jungen war Matthias Bertels. „Wir sind eine Clique und haben Spaß am Wandern und der Natur. Warum also nicht dem SGV beitreten?“ Das sieht sein Bruder Andreas Bertels ähnlich. „So konnten wir auch noch ein Verein im Ort unterstützen.“ Und sie brachten ihre Freunde und Freundinnen mit, die sich ebenfalls im SGV Serkenrode anmeldeten und sich seitdem aktiv in die Vereinsarbeit einringen.

So auch am Wochenende bei der Wanderung nach Obermarpe zum Backes auf Hof Henders. Sechs der acht neuen Mitglieder sind mit den „alten Hasen“ der Abteilung rund zwei Stunden gewandert. „Normalerweise machen wir mittwochs eine Seniorenwanderung, aber dann arbeiten die jungen Leute.

Viele Gründe für Mitgliedschaft

Wenn man sie behalten und für den SGV begeistern will, muss man auch Veränderung zulassen“, so Alfons Henke. „Daher haben wir die Wanderung auf den Samstag verlegt und die Resonanz bei Jung und Alt gibt uns recht.“

Eine der jungen Frauen ist Julia Dünnebacke. „Wandern in der Gemeinschaft ist etwas Schönes. Man hat viel Spaß unterwegs und auch am Ziel.“ Und für Sandra Wiethoff gibt es noch eine guten Grund: „Ich komme aus dem benachbarten Meinkenbracht und bin zugezogen. Die Mitgliedschaft im SGV bietet eine gute Möglichkeit, dazwischen zu kommen.“

Es gibt auch andere praktische Gründe. So suchte Thorsten Schulte ein neues Hobby: „Ich hab jahrelang Fußball gespielt und brauchte nach meiner Karriere als Kicker ein neues Hobby mit Bewegung.“ Karin Eickelmann fällt am Backes noch ein Argument für eine Mitgliedschaft im SGV ein: „Familienmitglieder zahlen nur die Hälfte des Jahresbeitrags. Das ist doch auch etwas. Vorsitzender Alfons Henke und seine Mitwanderer sind froh über das frische Blut in der Abteilung, denn der SGV wandert nicht nur, sondern hat weitere Aufgaben.

Mehr als „Nur“ Wandern

„Wir betreuen und sorgen für die richtige Markierung von sieben Wanderwegen mit rund 35 Kilometer und einem Zuweg zum Sauerland Höhenflug. Dann kommt am ersten Novemberwochenende ein IVV Wanderung hinzu, die betreut und organisiert werden muss. Da freuen wir uns über jede helfende Hand.“ Doch neben der Arbeit freuen sich die jungen Erwachsenen besonders auf das erste Novemberwochenende. Dann ist Grünkohlessen angesagt. Natürlich in großer Runde mit viel Spaß.

 

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