Bei Problemen Hilfestellung geben

Matthias Negele und Peter Hagemann stellen ihr Filmprojekt vor. Daneben Christa Gattwinkel.
Matthias Negele und Peter Hagemann stellen ihr Filmprojekt vor. Daneben Christa Gattwinkel.
Foto: WP
  • Vor 20 Jahren wurde die Gruppe in Altenhundem gegründet
  • Die Olper Gruppe nahm vor 15 Jahren ihre Arbeit auf
  • Christa Gattwinkel ist seit Beginn unermüdlicher Motor

Altenhundem.  Im Mittelpunkt des 20-jährigen Bestehen der „Smily-Kids“ Altenhundem und dem 15-jährigen Bestehen der Gruppe in Olpe stand das Wirken von Christa Gattwinkel und ihre stetige Beharrlichkeit, etwas für die Kinder aus suchtbelasteten Familien zu tun. Die Kirchhundemerin wurde mehrfach für ihr Engagement ausgezeichnet. Im Jahr 2007 die erste große Auszeichnung mit dem 1. Preis der „Oskar-Kuhn-Stiftung“. Es folgten der Ehrenpreis des „Pauline-von-Mackrodt-Preiss“ der Caritas-Stiftung des Erzbistums Paderborn und der Ehrenpreis der Volksbank (2013) sowie der 1. Preis der Katholischen Sozialstiftung Siegen-Wittgenstein (2014). Die höchste Auszeichnung des Kreuzbundes, die Kreuzbund-Medaille, erhielt Christa Gattwinkel im vergangenen Jahr.

Doch Preise sind für Christa Gattwinkel nebensächlich. Es geht ihr um die Kinder und ihre Familien, Ansprechpartner zu sein, bei Problemen Hilfestellung zu geben und da zu sein. Immer mit dabei „Biene“. Die Stoffpuppe fungiert als Ansprechpartner. Ihr vertrauen die Kinder ihre Sorgen und Nöte an. Bei ihr fassten einige Kinder zunächst Vertrauen, bevor sie sich Christa Gattwinkel öffneten. Im Rahmen der Geburtstagsfeier im Caritas-Haus in Altenhundem machte Christa Gattwinkel deutlich, dass es nicht um die Jahre gehe, sondern um die Wichtigkeit. Kinder brauchen unsere Hilfe, wenn ihre Eltern suchtkrank sind“, hob die engagierte Zeitgenossin in aller Deutlichkeit hervor.

Emotionen

Franziska, eines der „Smily-Kids“ waren die Emotionen anzusehen, als sie die Kerze, die die Kinder auf einer Freizeit gestalteten, erklärte. Der Smily als Zeichen der Gruppe, das Herz symbolisch für die Liebe, Kelch und Hostie für Gottvertrauen, Fisch und Blumen als Zeichen für Zukunft und eine bessere Welt, Sonne und Wolken für Licht und Schatten. Selbstgestaltet von den Kindern. Emotionen und Wünsche auf Wachs ausgedrückt, sagen mehr als tausend Worte. Pfarrer Christoph Gundermann sagte anhand des Auszugs aus dem Kolosserbrief: „Ihr seid von Gott geliebt“, dass vieles in den Gruppen umgesetzt werde. Matthias Negele (Filmschmiede Sauerland) und Peter Hagemann stellten sich auf ihre Weise in den Dienst der guten Sache und drehten einen Imagefilm über und mit den „Smily Kids“ sowie Betroffenen. „Es geht darum, die Thematik aufzuzeigen und zu sensibilisieren. Alkohol ist in der Gesellschaft etabliert. Ich bin froh, dass ich die „Smily Kids“ kennen gelernt habe“. Matthias Negele betonte, dass es ihm wichtig gewesen sei, einen authentischen Film zu drehen und bedankte sich bei allen, die so offen redeten. Der Film wurde im Anschluss präsentiert. Andrea Stollfuß, Vorsitzende des Bundesverbandes Kreuzbund und Schirmherrin der Veranstaltung. hob hervor, dass Christa Gattwinkel schon frühzeitig erkannt habe, dass die Angehörigen, insbesondere die Kinder, die Leidtragenden sind. „Christa Gattwinkel hat sich in all den Jahren gekümmert, sich neuen Herausforderungen gestellt, gekämpft und persönlich eingesetzt.“

Eigenes Konzept

Das Konzept der Gruppen für Kinder zielt auf getrennte Gespräche, die Kinder nicht zu überfordern und die Schweigepflicht ab. „Für Kinder ist es wichtig, einen vertrauten Ort zu haben, zusammen zu lachen und mit ihren Sorgen nicht alleine zu sein“, so Andrea Stollfuß. Viele Weggefährten, Freunde und Ansprechpartner gratulierten im Anschluss zu den Jubiläen.