Antrag: Neue Namen für Straßen

Umstritten: Die Josefa-Berens-Straße in Bamenohl.
Umstritten: Die Josefa-Berens-Straße in Bamenohl.
Foto: WP
Die FÜR Fraktion im Finnentroper Gemeinderat hat beantragt, die umstrittenen, nach Josefa Berens-Totenohl und Maria Kahle benannten Straßen in Bamenohl umzubennenen. Sie sollen .nach Maria Autsch und Alexander Haindorf bennant werden

Finnentrop..  Die Fraktion FÜR Finnentrop im Rat der Gemeinde lässt ihrer geäußerten Einsicht, dass es sich bei dem Ratsentscheid vom Juli vergangenen Jahres, die Namen Josefa-Berens-Straße und Maria-Kahle-Straße in Bamenohl beizubehalten um einen Fehler handelt, der revidiert werden sollte (wir berichteten), Taten folgen.

Ihr Fraktionsvorsitzender Christian Vollmert hat Bürgermeister Dietmar Heß gebeten, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächste Sitzung des Gemeinderates am 11. Februar zu setzen: Der Gemeinderat möge beschließen, die „Josefa-Berens-Straße“ und die „Maria-Kahle-Straße“ in „Maria-Autsch-Straße“ und „Alexander-Haindorf-Straße“ umzubenennen. Ferner möge der Rat beschließen, den Anwohnern der betroffenen Straßen die ihnen durch die Umbenennung entstehenden Kosten zu erstatten.

Zur Begründung des Antrags wird angeführt, dass Maria Kahle und Josefa Berens-Totenohl wegen ihrer, die Ideologie der Naziherrschaft verherrlichenden Schriften „nicht normsetzend und erinnerungswürdig“ seien und deshalb „in Finnentrop nicht vorbildhaft in Straßennamen verwendet werden.“

Weiter heißt es: „Eine Ehrung dieser beiden Personen in Straßennamen verhöhnt die Opfer des Nationalsozialismus und in der Gemeinde Finnentrop insbesondere die, denen in Lenhausen mit der Setzung von Stolpersteinen gedacht wird“.

Zur Begründung der von ihr gemachten Namensvorschläge für die beiden Straßen führt die FÜR Fraktion aus: Maria Autsch wuchs in Bamenohl auf. Politisch verfolgt, starb sie 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau. Von ihren Mitgefangenen wurde sie auch als Engel von Auschwitz bezeichnet.

Alexander Haindorf wurde 1748 in Lenhausen geboren. Wegen seines Eintretens für die Judenemanzipation wurde ihm an deutschen Universitäten die Professur verweigert. Er war ein bedeutender Mediziner, Psychologe, Kunstkenner und Publizist seiner Zeit.

Damit wird es wohl eine erneute Diskussion um die Umbenennung der beiden Straßen in Bamenohl kommen, die auch Professor Hubertus Halbfas fordert.

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