Anlieger sind skeptisch

Hätten gerne mehr Spielraum für eine Erweiterung am Standort in Friedrichsthal: Bernd Häner (li.) und Dr. Ludger Ohm (re.).
Hätten gerne mehr Spielraum für eine Erweiterung am Standort in Friedrichsthal: Bernd Häner (li.) und Dr. Ludger Ohm (re.).
Foto: WP

Dahl-Friedrichsthal/Olpe.. Wenn es nach der Olper Stadtverwaltung geht, könnte das Metallwerk „Ohm & Häner“ etwa ab dem Herbst des nächsten Jahres erheblichen Spielraum für eine Erweiterung bekommen. Doch ob das „Sondergebiet Im Grüntal“ Realität wird, dürfte möglicherweise von der Zustimmung der Anlieger abhängen. Das deutete sich bei der Bürgerversammlung an, die am Donnerstag Abend im Rathaus stattfand.

Etwa 30 Bürger hatten den Weg ins Olper Rathaus gefunden, um sich über den neuen Plan informieren zu lassen, den ein Vertreter des Stadtplanerbüros „PeschPartner“ vorstellte und der von Bernd Knaebel und Winfried Quast in der folgenden Diskussion erläutert wurde. Deutlich wurde, dass es nach wie vor Skepsis im Dorf gibt. Allen voran die Anlieger fürchten offenbar, dass sich die Industrieproduktion nicht mit der angrenzenden Wohnbebauung vertrage.

Zunächst die Fakten: Das „Sondergebiet Metallwerk Friedrichsthal - Im Grünthal“ - so der korrekte Name, wird die bebaubare Fläche für Ohm & Häner etwa verdoppeln. Die Fläche ist insgesamt etwa 10,5 Hektar groß. Abzüglich der Ausgleichsflächen und Zuwegungen bleiben etwa 6 Hektar Baufläche. Derzeit nimmt die bebaute Ohm&Häner-Fläche etwa 2,5 bis 3 Hektar ein.

Der Terminplan der Stadt: Die Bürger können im Frühjahr ihre Bedenken und Anregungen kundtun, wenn der Plan öffentlich ausliegt, nachdem die Rats-Politiker ihn haben passieren lassen. Mitte 2012, so Winfried Quast, solle der Plan beschlossen werden, etwa im Herbst könnte dann Baurecht vorliegen.

Blick zurück: Ein ähnlicher Versuch, „Ohm&Häner“ mehr Platz zu verschaffen, scheiterte im Jahr 2007. Seinerzeit scheiterte der Bebauungsplan „Friedrichsthal Siege-Weiste“ an einer Normenkontrollklage vor dem Oberverwaltungsgericht wegen immissionstechnischer Probleme. Das jetzt geplante Sondergebiet, so Quast, sei mit Hilfe von Lärmschutzgutachten und Geruchsprognosen in dieser Hinsicht eingehend begleitet worden. Jetzt handle es sich zudem um ein Sondergebiet ausschließlich für ,Ohm & Häner’.

 
 

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