Ärger am Biggesee

Der Betrieb des Strandbades in der Waldenburger Bucht soll Anlass für eine Abmahnung durch die Stadt gewesen sein.
Der Betrieb des Strandbades in der Waldenburger Bucht soll Anlass für eine Abmahnung durch die Stadt gewesen sein.
Foto: WP
  • Strandbad-Betreiber in der Kritik
  • Gerüchte über Abmahnung
  • Stille über dem Ferienhausgebiet

Attendorn..  Für spürbares politisches Grollen hat die Presseinformation der „12.18. Investment Management GmbH“ in Attendorn gesorgt. „12.18.“ (früher Lindner Investment Management GmbH) hatte in der vergangenen Woche auf ihre Umfirmierung hingewiesen und das Geschäftsprinzip erläutert: „Wir entwickeln ökonomisch und ökologisch nachhaltige, renditestarke Hotel- und Touristikimmobilien in den besten Lagen Deutschlands. Anders. Aus Prinzip.“ lautet das neue Markenversprechen der 12.18. Investment Management GmbH. „Wir haben uns darauf spezialisiert, in besondere Immobilien zu investieren, sie zu entwickeln und zu betreiben. Mit anderen Worten: Wir machen Dinge anders. Und zwar grundsätzlich“, sagt Kai Richter.

„Anders“, stimmt nach Auffassung einiger Ratsmitglieder auch in Attendorn, sei aber nicht gleichbedeutend mit „gut“. So herrsche in der Stadt große Unzufriedenheit mit der Art und Weise, wie 12.18. das Strandbad betreibe. Nach Informationen dieser Zeitung hat es dafür in diesem Jahr schon mindestens eine Abmahnung durch die Stadt gegeben. Ludger Gabriel wollte sich dazu aber nicht äußern: „Das sind Grundstückangelegenheiten, die sind grundsätzlich nicht öffentlich.“

Die Situation in der Waldenburger Bucht scheint verfahren. 12.18. ist Eigentümer des Geländes auf der dem Campingplatz gegenüber liegenden Straßenseite, auf dem das Ferienhausgebiet geplant ist. Dieses Ferienhausgebiet ist auch der eigentliche Kern des Lindner/Richter-Engagements. Den Campingplatz in der Waldenburger Bucht hat die Stadt im Januar 2014 von der Biggesee GmbH gekauft und an Lindner/Richter verpachtet. Gleiches gilt für das Strandbad. Eigentümer der Strandbad-Fläche ist der Ruhrverband, der sie an die Stadt Attendorn verpachtet hat. Lindner/Richter sind beim Strandbad also Unterpächter.

Die „Kröten“ Campingplatz und Strandbad haben Lindner/Richter geschluckt, weil sie das Ferienhausgebiet wollen - oder wollten?

Auch hier gehen die Vorstellungen auseinander. Die Düsseldorfer Investoren wollen das Ferienhausgebiet in kleinen Schritten erschließen, erstmal fünf Häuser bauen und den Erfolg abwarten. Das aber will die Stadt nicht, weil sie fürchtet, unter Umständen auf einer halb- oder viertelfertigen Anlage sitzen zu bleiben. Dass sich derzeit nichts bewegt, liegt an den Beteiligten und nicht an Haselmaus und Schlingnatter, die im Ferienhausgebiet vermutet wurden. Schlingnattern gab’s nicht, wohl aber eine Haselmaus. Die sollte aber schon 2014 (lebend) gefangen und umgesiedelt werden.

 
 

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