60 Beschäftigte von ThyssenKrupp Olpe verlieren ihren Job

Volker Bremshey, Michael Alexander
Gespräch der Betriebsräte aus den Standorten Olpe und Hohenlimburg-Oege der ThyssenKrupp Federn & Stabilisatoren GmbH mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und dem SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg.
Gespräch der Betriebsräte aus den Standorten Olpe und Hohenlimburg-Oege der ThyssenKrupp Federn & Stabilisatoren GmbH mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und dem SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg.
Foto: WP
Der Verkauf an die Max-Aicher-Gruppe ist vom Tisch - und das nach Expertenmeinung damit verbundene „Aus“ für das ThyssenKrupp-Federnwerk Olpe möglicherweise auch. Dramatische Einschnitte sind dennoch zu befürchten. Einem am Montag verabschiedeten Rettungspapier zufolge würden 60 der 300 Beschäftigten in Olpe ihren Arbeitsplatz verlieren.

Olpe/Hagen. Die IG-Metall-Mitglieder der Federnwerke in Olpe und Hohenlimburg-Oege stimmten am Montag in zeitgleich ablaufenden Informationsveranstaltungen dem Arbeitssicherungskonzept zu, das eine Schließung der beiden Federn-Standorte verhindern kann. Gleichwohl mahnte der Hagener IG-Metall-Chef Hubert Rosenthal: „Der Beschluss zur Schließung ist noch nicht endgültig vom Tisch.“ Am Mittwoch soll bei ThyssenKrupp eine Entscheidung fallen.

Um 13.30 Uhr hatte die IG Metall am Montag die Mitglieder eingeladen, um sie detailliert über die Arbeitssicherungskonzepte zu informieren und letztlich das gemeinsam mit den Betriebsräten erarbeitete Strategiepapier zu verabschieden. In Olpe votierten 129 von 139 IG-Metall-Mitgliedern dafür, sechs enthielten sich und vier stimmten dagegen.

Bestandteile der Regelung sind deutlich „schlankere Belegschaften“ und der Einstieg in die 39,5-Stunden-Woche. Mehr wurde offiziell dazu am Montag nicht gesagt, auch nicht von Bernd Döppeler, Betriebsratsvorsitzender im Werk Olpe. Er wolle das laufende Verfahren nicht gefährden, betonte Döppeler, aber: „In absehbarer Zeit werde ich mich dazu äußern.“ In Hohenlimburg sollen 120 von 400 Stellen abgebaut werden.