Zweifel am Hotel-Bedarf

Volkshochschule am Rande der Müga.
Volkshochschule am Rande der Müga.
Foto: Hans Blossey

Mülheim-Broich. Als eine „Luftnummer mölmscher Art“ bezeichnen die Mülheimer Bürgerinitiativen (MBI) die Erfolgsmeldungen der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) zur Tourismusstadt Mülheim. Das von der Geschäftsführerin der MST, Inge Kammerichs, geforderte Vier-Sterne-Hotel am Standort der heutigen VHS an der Bergstraße lehnen die MBI ab.

Kondor Wessels sollte und wollte schon vor Jahren auf dem Ruhrbania-Baufeld 1 ein solches Hotel errichten. Trotz intensiver Suche fand sich weder Investor noch Betreiber, der darin wirkliche Erfolgsaussichten sehen konnte“, so MBI-Fraktionschef Lothar Reinhard. Schließlich habe Kondor Wessels die Pläne aufgegeben. Auch das Hotelprojekt „Holiday Inn“ auf dem Parkplatz Zunftmeisterstraße dümpele vor sich hin. Die Chancen für dieses Hotel tendierten gegen Null.

"Hotels haben Belegungsgrad von 28 Prozent"

„Die bestehenden Hotels in Mülheim haben einen Belegungsgrad von 28 Prozent und dieser fällt seit Jahren ähnlich mager aus“, warnt Reinhard vor Neubauplänen und glaubt nicht an die These, dass mit weiteren Hotels auch die Belegungszahlen steigen. Genau dies zeigt sich jedoch in den Nachbarstädten Essen und Düsseldorf. Dort wurden in den vergangenen Jahren Tausende von weiteren Hotelbetten errichtet – mit anschließend zunehmender Auslastung.

Mit Verwunderung reagieren die MBI auch auf die Oberbürgermeisterin, die ein weiteres Hotel am Mülheimer Markt ebenfalls befürwortet und dafür gleich mehrere mögliche zentrale Standorte nannte (wir berichteten). Zu den Standorten gehört ebenfalls das heutige VHS-Gelände.

Noch ist völlig offen, was aus dem VHS-Standort wird. Die politische Debatte, wie und wo Volkshochschule künftig stattfinden soll, erfolgt im Herbst. Befürworter gibt es nach wie vor für die jetzige zentrale Lösung, andere sehen die VHS verstärkt in den Stadtteilen.

 
 

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