Wirtschafts- und Wissenschaftsaustausch mit Russland

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Im „Zentrum für Innovation und Technik in Nordrhein-Westfalen“, kurz Zenit, geht es um Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft. Das sind auch Hauptintentionen des „Memorandums of Understanding“. So heißt die gestern unterzeichnete Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen dem Geohaus-Konsortium – zu dem Geohaus, Hansa Luftbild, Geosat, Agit und Zenit gehören – und der Sibirischen Staatsuniversität für Geodäsie aus Novosibirsk.

Auch zur Sondierung möglicher Kooperationen besuchten interessierte Mittelstands-Akteure und Vertreter des Wirtschaftsministerium die Veranstaltung „Innovationsdialog Deutschland-Russland zum Thema Bahn-und Fahrzeugtechnologie“ im Haus Urge an der Bismarckstraße – es ging um die Entwicklung neuer Märkte. „Russland bietet ein riesiges Absatzpotential“, so Zenit-Chef Dr. Herbert Rath.

„Wir kooperieren stark mit der Wirtschaft“, bestätigte Professor Alexander Karpik, Rektor der sibirischen Universität mit 10 000 Studenten. So habe die Universität zum Beispiel ein zentimetergenaues GPS-Gerät entwickelt, das nur wenig kostet, sagte Dr. Otmar Schuster vom Geohaus. Und für das man hier möglicherweise die Vermarktung übernehmen könne. „Wir sind es gewohnt, Anwendungen wirtschaftlich zu machen“, so Schuster. Andererseits könnten die deutschen Geodäten in dem weiten sibirischen Raum neue technische Entwicklungen testen.

Ausgangspunkt der Kooperation sei das EU-Projekt Galil-EU (www.galil-eu.eu). Es gehe bei der Zusammenarbeit um technologische Themen wie Fahrzeugpositionierung und Navigation, Infrastruktur-Themen für Straßen und Schiene, Sensorik-Anwendungen für Bahn und Fahrzeuge und natürlich um den wissenschaftlichen Austausch.

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