Westminsterstraße - Anwohner und Stadt suchen nach Lösungen

Kristina Mader
Die Anwohner Eva Heintzen, Marc Herrschaft und Bettina Kaczmarek.
Die Anwohner Eva Heintzen, Marc Herrschaft und Bettina Kaczmarek.
Foto: Michael Dahlke
Die Anwohner der Westminsterstraße wehren sich gegen die geplante Änderung der Abfallentsorgung in ihrer Siedlung. Mit einer Online-Petition und einem Müll-Flashmob machen sie auf sich aufmerksam. Mit teilweisem Erfolg – nun soll es einen weiteren Ortstermin geben.

Mülheim. Die Anwohner der Westminsterstraße wehren sich lautstark gegen die geplante Änderung der Abfallentsorgung im Wohnpark Witthausbusch. Wie berichtet, wollen Stadt und MEG (Mülheimer Entsorgungsgesellschaft) an der Westminsterstraße insgesamt acht Abfallsammelplätze einrichten – nachdem der Müll über zwölf Jahre lang vor den Haustüren der Bürger abgeholt worden war.

Nun haben die Anwohner sich zusammengetan und eine Online-Petition ins Leben gerufen. Unter der Internetadresse www.openpetition.de/petition/online/keine-muellsammelplaetze-an-der-westminsterstrasse-in-muelheim können Bürger mit einer Unterschrift die Anwohner unterstützen. Unterschrieben haben bereits über 420 Menschen. Und der Widerstand soll ausgeweitet werden: „Wir planen einen weiteren Müllflashmob“, kündigt Anwohnerin Eva Heintzen an. Vor ihrem Haus Nr. 111 haben sie und ihre Nachbarn sich bereits am Mittwoch zu einem Flashmob zusammengetan.

Zur Not wird geklagt

Zum Infoabend am Donnerstag, 3. April, um 17.30 Uhr im Pfarrheim Heilig Gest, Dinnendahls Höhe 2, wollen die Anwohner wieder mit den Tonnen trommeln: „Wir werden ordentlich Lärm machen“, kündigt Eva Heintzen an. Auch wenn sie befürchtet, auf taube Ohren zu stoßen. „Wenn sich keine alternative Lösung findet, bleibt mir nichts anderes übrig als zu klagen.“

Nach der WAZ-Berichterstattung hat sich auch die Politik eingeschaltet, allen voran die Mülheimer Grünen. Auf ihre Initiative hin, kam ein Gespräch zwischen Anwohnern, MEG und Umweltverwaltung zustande. Beide Seiten wollen nach alternativen Lösungen suchen, so die Grünen. Zudem findet eine weitere Ortsbegehung statt. Am Montag, 31. März, um 17 Uhr wollen Politiker und Anwohner noch einmal vor Ort die Lage besprechen, auch Vertreter der Stadtverwaltung und der MEG werden anwesend sein.