Weniger Einbürgerungen in Mülheim

Die Zahl der Einbürgerungen ist in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr gesunken (wir berichteten im überregionalen Teil dieser Zeitung). Auch in Mülheim gibt es laut Statistik einen Rückgang der Einbürgerungszahlen: 280 Einbürgerungen hat es im Jahr 2014 gegeben, 2013 waren es noch 318 (-11,9 %). „Dieser Trend stimmt aber nur vordergründig“, erklärt Udo Brost, Leiter der Ausländerbehörde. „Eigentlich geht der Trend zu mehr Anträgen auf Einbürgerung.“ Bedingt durch die gestiegene Anzahl an Asylbewerberzahlen sei jedoch die zeitnahe Bearbeitung der Einbürgerungsanträge „ins Hintertreffen geraten“. Dementsprechend seien auch die Zahlen zurückgegangen. Die meisten Menschen, die sich in 2014 einbürgern ließen, besaßen vorher den türkischen Pass (90 Bürger). Auf Platz zwei liegen die Kosovaren (22), gefolgt von Marokkanern (17).

Wie das Statistische Landesamt mitteilte, entschieden sich 2014 nur 27 737 Personen für den deutschen Pass – so wenig wie seit fünf Jahren nicht mehr. Gegenüber 2013 verzeichnet die Behörde einen Rückgang von 1900 Personen (-6,2%). Vor allem bei Türken habe das Interesse an der deutschen Staatsbürgerschaft abgenommen, hieß es.

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