Welturaufführung in der Fünte in Mülheim

Generalprobe des Theaterstücks „Genevier“ auf der kleinen Freilichtbühne am Kulturzentrum Fünte.
Generalprobe des Theaterstücks „Genevier“ auf der kleinen Freilichtbühne am Kulturzentrum Fünte.
Foto: Michael Dahlke
Das Theaterstück „Genevier“, das die Geschichte der Gattin von Artus erzählt, feiert am kommenden Donnerstag im Kulturzentrum an der Gracht Premiere.

Mülheim.. Am kommenden Donnerstag feiert das Theaterstück „Genevier“ auf der kleinen Freilichtbühne des Kulturzentrums Fünte an der Gracht Premiere. Um genauer zu sein: es ist eine Welturaufführung. Denn das Drehbuch, wie auch die als Vorlage dienende Trilogie, stammen aus der Feder von Fünte-Inhaber Frank Bruns. Fast 23 Jahre lang hat der Historiker die Geschichte des Lebens der Genevier, der Gattin Artus, recherchiert.

Die Geschichte erzählt ihr Leben auf der Gralsburg San Salvador de Verdera in den spanischen Pyrenäen. „Ich bin im Urlaub in Spanien auf die Geschichte gestoßen und habe ihr wirklich lange Zeit meines Lebens gewidmet und recherchiert“, erklärt Bruns. „Im Prinzip ist es der historisch korrekte Anschluss zu den Nebeln von Avalon, der bekannten Interpretation der Artussage.“ Mittlerweile, so Frank Bruns sichtlich stolz, konnten Archäologen bei Ausgrabungen vieles von dem, was er in seinen Büchern ausführt, tatsächlich wissenschaftlich belegen.

Geschichte soll auf die Bühne

Nach der Fertigstellung seiner Trilogie kam dem Historiker dann die Idee, die Geschichte auch auf die Bühne zu bringen. Kurzerhand schrieb er ein Drehbuch, stellte ein Ensemble aus Laien- und Profidarstellern zusammen und holte sich Karin Müller-Fischbach als Regisseurin mit ins Boot.

Die Schauspielerin spielt seit zehn Jahren bei den „alten Helden“ in Essen und freut sich, das, was sie in vielen Jahren der Schauspielerei von verschiedenen Regisseuren gelernt hat nun weitergeben zu können. „Es macht wahnsinnig viel Spaß mit den jungen Darstellern zu arbeiten und mal auf der anderen Seite zu stehen“, so Karin Müller-Fischbach. „Aber auch das Echo ist wichtig – wenn ich sehe, dass sich Dinge verbessern, weiß ich, dass ich meine Arbeit richtig mache.“ Zum Beispiel habe sie vor allem den Laiendarstellern erfolgreich beigebracht, dass sie auf der Bühne zwischendurch ruhig mal etwas Luft holen dürfen, bzw. müssen. „Aber ich habe wirklich nur da eingegriffen, wo es auch nötig war.“

Zunächst die Premiere über die Bühne bringen

Karin Müller-Fischbach kann sich vorstellen auch zukünftig mit Frank Bruns zusammenzuarbeiten. „Er teilt meine Liebe zum Detail. Das habe ich sofort gemerkt, als ich das Drehbuch gelesen habe.“ Vorstellen können sich beide, eine Art Sommer-Theater-Festival in der Fünte auf die Beine zu stellen – mit einer Fortsetzung von „Genevier“. Doch jetzt gilt es zunächst, die Premiere über die Bühne zu bringen. Die Zeichen dafür, dass alles gelingen wird, stehen ganz gut, denn wie es sich gehört, war die Generalprobe nicht ganz perfekt.

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