WAZ-Leserbeirat hat das letzte Wort

Abschiedsrunde des Leserbeirates der WAZ Mülheim: Friedhelm Forst, Helga Richter-Lönnecke, Birger Bender, Edith van Ewyk, Moritz Darge, Jörg Höppner und Jürgen Halfer (v.l.) .
Abschiedsrunde des Leserbeirates der WAZ Mülheim: Friedhelm Forst, Helga Richter-Lönnecke, Birger Bender, Edith van Ewyk, Moritz Darge, Jörg Höppner und Jürgen Halfer (v.l.) .
Foto: WAZ FotoPool

Mülheim.. Vom Pennäler bis zum Pauker a.D. – so hatten wir vor zwei Jahren den neuen Leserbeirat getitelt. Zwei Jahre haben uns Bürger, die am Stadtgeschehen und an Zeitung interessiert sind, ein Stück im Redaktionsalltag begleitet. Zwei Jahren sind um. Der Leserbeirat nahm jetzt Abschied, mancher wäre gerne länger geblieben, um noch weiter mitzuwirken, anzuregen, zu kritisieren, zu loben, vorzuschlagen, worüber die WAZ schreiben sollte: Innenstadt-Krise, Schweinemast, Nahverkehr, Hochschule, Versorgung in den Stadtteilen – bei allem hat der Leserbeirat mitdiskutiert – und hat das letzte Wort:

Friedhelm Forst: Es ist gut, wenn Bürger in der Form mitreden können und merken, dass dies auch Folgen hat. Eine bürgernahe Linie von Zeitung kommt gut an. Mein Vorschlag für die Zukunft: Es passieren in jeder Stadt sehr viele positive Dinge, die sollten bei allen kritischen Betrachtungen nicht aus den Augen verloren werden.

Edith van Ewyk: Für mich war es interessant, immer wieder zu erleben, wie verschieden doch die Ansichten zu Stadtthemen sein können. Ich hätte nicht erwartet, dass ich so mitreden kann.

Birger Bender: Ich fand richtig gut, wie Themen sachlich, ohne Polemik behandelt werden und dass immer wieder nachgehakt wird. Die direkte Gegenüberstellung von Meinungen in der WAZ halte ich für sehr positiv. Ich wünschte mir, dass manche Themen nach längerer Zeit noch mal aufgegriffen werden, nach dem Motto: Was ist daraus geworden?

Helga Richter-Lönnecke: Der Leserbeirat hat ein schönes Gemeinschaftsgefühl gegeben. Das kritische Reflektieren von Themen gefällt mir. Ich halte es künftig für eine Zeitung sehr wichtig, dass sie auch Menschen, die die deutsche Sprache nicht beherrschen, einen Zugang zu lokalen Nachrichten verschafft.


Jörg Höppner: Es muss für Zeitung verstärkt darum gehen, wie das ,Gut Zeitung’ erhalten werden kann. Ich mache mir Sorgen, was die junge Bevölkerung, die Generation I-Phone, angeht. Nachhaltigkeit gewinnt überall an Bedeutung, Zeitungen sollten darauf stärker eingehen.

Jürgen Halfer: Mich hat beeindruckt, unter welchem Zeitdruck Zeitung gemacht wird und dass Redakteure dennoch viel Freude daran haben. Themen für morgen? Zum Beispiel, wie kann es der Stadtgesellschaft gelingen, dass Menschen nicht vereinsamen und vergessen werden?

Moritz Darge: Wie geht es mit der Innenstadt weiter? Was bringt das Charrette-Verfahren mit den Bürgern zum Kaufhof und Umgebung? Was wird aus dem riesigen Areal des Reitvereins? Was aus dem Nahverkehrsplan? Mülheim bietet so viel Spannendes. Und es gibt so viele Menschen und Gruppen, die daran mitarbeiten und darüber reden, wie der Leserbeirat.


Brigitte Block: Ich bin jetzt über 80 Jahre, für mich waren die beiden Jahre im Leserbeirat gute Jahre. Was ich bis zum Schluss nicht verstehe: Warum bringen die Medien so viel Negatives. Erleben nicht gerade wir hier viel Positives?

Zwei Jahre Leserbeirat und nun? Die WAZ bildet einen neuen. Der alte hat sich so gut verstanden, dass er sich weiterhin treffen will – zum Frühstück mit Themen über Gott und Mülheim.

 
 

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