VRR-App soll ab 2014 Ausfälle und Verspätungen in Mülheim anzeigen

Von Björn Bowinkelmann und Martin Spletter
Die VRR-App soll ab 2014 für Mülheimer Haltestellen die Abfahrtszeiten genauer anzeigen.
Die VRR-App soll ab 2014 für Mülheimer Haltestellen die Abfahrtszeiten genauer anzeigen.
Foto: STEPHAN GLAGLA PHOTOGRAPHIE / WA
Viele Bus- und Bahnfahrer nutzen mittlerweile die Internetseiten der Verkehrsverbunde oder die App des VRR um zu erfahren, wann der nächste Bus oder die nächste Bahn fährt. Noch zeigt die App nur die Daten des Fahrplans an, demnächst sollen jedoch auch die echten Abfahrtszeiten in der App landen.

Mülheim. Wer wissen will, wann der nächste Bus oder die nächste Bahn abfährt, muss schon lange nicht mehr zum Aushang an der Haltestelle laufen. Auf den Internetseiten des Vekehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und der Mülheimer Verkehrsgesellschaft (MVG) können Fahrtzeiten, Verbindungen, Linien- und Haltestellenpläne abgerufen werden.

Kostenloser Smartphone-Service

Noch komfortabler ist die Fahrplanauskunft auf dem Smartphone. Die kostenlose App „VRR-Companion“ zeigt bei bestehender Internetverbindung mit einem Klick die aktuellen Abfahrtszeiten der nächstgelegenen Haltestellen an. GPS ist für die Ortung nicht notwendig. Wer auf dem Kurt-Schumacher-Platz die App startet, sieht auf einen Blick die nächsten Abfahrten an den Haltestellen Hauptbahnhof, Stadtmitte, Rathausmarkt und Kaiserplatz. Jeweils ein Klick mehr ist nötig, um nach Verbindungen zu suchen oder sich eine Umgebungskarte anzeigen zu lassen.

Eine komfortable Fahrplanauskunft mit Erfolg: Im ersten Monat nach Start der App, im März 2011, haben ÖPNV-Kunden rund 1,4 Millionen Mal die Fahrtzeiten über die App abgerufen, vergangenen August waren es mehr als 18 Millionen.

Bislang gibt die App für die Mülheimer Bus- und Bahnlinien allerdings nur die Abfahrtszeiten an, wie sie auch auf dem gedruckten Fahrplan stehen. Ausfälle oder Verspätungen werden nicht angezeigt. Tatsächliche „Echtzeitdaten“, welche bereits für andere Städte im VRR-Gebiet verfügbar sind, kündigt die MVG erst für das Jahr 2014 an.

Echtzeit ab 2014

Dann wird das neue digitale Betriebsleitsystem ITCS (Intermodal Transport Control System) auch in Mülheim im Einsatz sein. Von den Bussen und Bahnen wird hierbei in sehr kurzen Abständen ein digitales Funksignal mit der aktuellen Position des Fahrzeugs ausgesendet. Dadurch kann die tatsächliche Ankunftszeit sowie mögliche Ausfälle oder Verspätungen auf der App angezeigt werden.

Bislang funktioniert die Echtzeitangabe der Abfahrtszeiten laut MVG nur an den elektronischen Anzeigetafeln der Linien 102, 112, U 18 und stellenweise an der 104. Insgesamt investieren die Via-Verkehrsgesellschaft (Duisburg, Mülheim, Essen) in Kooperation mit der Rheinbahn 37,5 Mio. Euro in die neue Verkehrstechnik, mit der der Nahverkehr in Echtzeit auf Anzeigetafeln abgebildet werden soll.

Trotz Echtzeitverbindungen mittels App, Internet oder der elektronischen Anzeigentafel wird es aber auch in Zukunft weiter den altbekannten Papier-Fahrplan an den Haltestellen geben, so die MVG.