Mülheim

In Mülheimer FB-Gruppe geht das Gerücht um, ein Mann wurde von Jugendlichen totgeprügelt - Doch das ist wirklich passiert

Stimmt nicht: In einer Mülheimer FB-Gruppe ging das Gerücht um, ein Mann wurde von Jugendlichen verprügelt.
Stimmt nicht: In einer Mülheimer FB-Gruppe ging das Gerücht um, ein Mann wurde von Jugendlichen verprügelt.
Foto: imago stock&people / imago/Christian Ohde
  • Bei der Polizei melden sich besorgte Mülheimer
  • In einer Facebook-Gruppe wurde berichtet, ein Mann wurde totgeprügelt
  • Doch das stimmt nicht

Mülheim. Fake-News in einer Mülheimer Facebook-Gruppe! Dort schreibt ein Nutzer, dass am Samstagnachmittag ein Senior an einer Bushaltestelle von Jugendlichen zu Tode geprügelt wurde. Die Tatwaffe: Die Krücken des alten Mannes. Tatort soll die Aktienstraße gewesen sein.

Unter dem Posting empören sich viele Mülheimer, warum auf der belebten Straße niemand eingegriffen hat. Auch auf der Leitstelle der Polizei gehen viele Anrufe ein. Mülheimer sind besorgt. Auch wir haben nachgefragt, was sich an der Haltestelle Eichenberg ereignet hat. Die Antwort: KEIN Überfall.

Richtig ist: Ein 62-Jähriger ist gegen 13 Uhr an der Aktienstraße zusammengebrochen, hatte wohl einen Herzinfakt. Passanten alarmierten den Rettungsdienst und die Polizei. Der Mann verstarb aber noch an der Haltestelle.

Polizei ist sauer

Bei dem Posting in der beliebten Mülheimer Facebookgruppe „Du weißt, dass du aus Mülheim kommst" handelt es sich daher um Fake-News.

Und die Polizei ist sauer: „Solche Kommentare sorgen natürlich für Angst", sagt Polizeisprecher Lars Lindemann. Dabei gab es bei dem Fall am Samstagmittag „null Anzeichen, dass es eine Straftat gegeben hat."

Unter dem Posting nimmt der Verfasser weiter ungestört an der Unterhaltung teil. Die Polizei prüft nun, ob sich der Autor der Zeilen strafbar gemacht hat.

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