Vorarbeiten für den Petrikirchenhaus-Nachbau laufen an

Das Petrikirchenhaus im Modell.
Das Petrikirchenhaus im Modell.
Foto: NRZ

Mülheim.. Auf dem Kirchenhügel wird wieder gebuddelt. Nach den umfangreichen Pflasterarbeiten im Zuge der Platzgestaltung vor den beiden Kirchen haben nun die Vorarbeiten für die Errichtung des Petrikirchenhauses begonnen.

Das Petrikirchenhaus ist seit fünf Jahren in der Planung. Der Bau wird sich entlang der Bogenstraße vor der Petrikirche erstrecken. „Es ist ein Stück Stadtreparatur“, sagt der Architekt Peter Schnatmann. Vor gut 100 Jahren befand sich an der Stelle bereits ein Bau, der zur Ringbebauung gehörte und nun nach historischem Vorbild wieder errichtet wird. Bis Mai 2015 muss das Gebäude stehen, erklärt der Leiter des städtischen Planungsamtes, Jürgen Liebich, mit Verweis auf eine Realisierungspflicht.

Bau kostet zwei Millionen Euro

Derzeit, so Schnatmann, erfolgen die Vorarbeiten. „Es müssen Versorgungsleitungen für Wasser und Strom neu sowie die Eintrittsschächte auf dem Baugrundstück wegverlegt werden.“ Schnatmann rechnet im März mit dem eigentlichen Baustart. Ganz einfach ist die Rekonstruktion nicht, so müsse das Gebäude auf Pfähle gesetzt werden, da der Kirchenhügel von vielen Kanälen durchzogen sei.

Das Projekt, und das ist eine Besonderheit, ist ein Geschenk. „Der Bau des Petrikirchenhauses wird von der Stiftung Petrikirchenhaus finanziert. Es sind viele kleine und ein paar große Spender, die die Stiftung bisher unterstützt haben“, sagt Ulrich Turck, einer der Initiatoren, der das Vorhaben seinerzeit gemeinsam mit Pfarrer Peter Vahsen angestoßen hatte. Rund zwei Millionen kostet der Bau inzwischen, der kulturellen und sozialen Zwecken dient. Den größten Teil wird die Singschule der Petrikirche darin beziehen, eine Etage erhält der Freundeskreis Las Torres als neues Domizil, und eine Ebene wird die Gemeinde nutzen.

Straßenführung muss geändert werden

Geringfügig, so Liebich, müsse im Zuge des Neubaus die Straßenführung geändert werden, drei Bäume werden wegfallen, der Erdhügel an der Bogenstraße wird abgetragen. „Ich sehe in dem Bauwerk eine echte Bereicherung für die Altstadt“, betont Liebich und hält eine weitere Bebauung des einstigen Kirchenrings nach historischem Vorbild für möglich, „Vielleicht in zehn, 15 Jahren.“

Das Petrikirchenhaus war im Vorfeld kontrovers diskutiert worden, am Ende dominierte eine breite Zustimmung in der Bürgerschaft als auch in der Politik. „Durch eine Reduzierung in der Höhe und durch die Dreiteilung des Bauwerks ist es längst nicht so dominierend, wie mancher befürchtet hatte. Es harmoniert sehr gut mit dem Umfeld“, so der Planungsamtsleiter. Heißt: Die von vielen gepriesene Postkartenidylle an der Stelle bleibt erhalten.

 
 

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