VHS-Initiative verärgert über OB-Kandidaten

Broich.  Inge Ketzer von der Bürgerinitiative „Erhalt unserer VHS in der Müga“ zeigte sich dieser Tage überrascht und verärgert, als sie die Antworten der OB-Kandidaten Ulrich Scholten (SPD) und Werner Oesterwind (CDU) auf ihren offenen Brief in dieser Zeitung las. Dass weder Scholten noch Oesterwind den Wunsch, die Bildungsstätte am Ort zu belassen, ausdrücklich unterstützen wollen, nannte Ketzer „eine Blindheit in dieser Stadt“.

Für die Initiativen-Sprecherin bleibt es zweifelhaft, ob die städtische Kalkulation, 16 Millionen Euro seien für eine grundlegende Sanierung des 70er-Jahre-Baus aufzubringen, den Tatsachen entspricht. Diese hohe Summe werfe die Stadt nur in den Raum, „um den Leuten Angst zu machen“.

Erneut prangerte Ketzer an, dass die Stadt bereitstehende investive Mittel für Sanierungsmaßnahmen auf Eis gelegt habt.

Ketzer fordert dringend Maßnahmen zum Erhalt der VHS, gerade jetzt, da hunderte Flüchtlinge nach Mülheim kämen und Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache bräuchten.

Den Antwortbrief von SPD-Kandidat Scholten, so Ketzer am Ende vergangener Woche, habe sie nicht mal selbst in den Händen gehabt, als er in dieser Zeitung zitiert worden sei. Scholten konnte sich das auf Nachfrage nicht erklären. Das Antwortschreiben habe zum Versand im Parteibüro bereitgelegen. Scholten kündigte an, der Initiativen-Sprecherin ein persönliches Gespräch anzubieten.

 
 

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