Verdi kämpft für Streikrecht in Kirchen

Verdi-Chef Frank Bsirske kündigt weiteren Widerstand gegen den so genannten Dritten Weg der Kirchen im Arbeitsrecht an. „Dieser Weg ist für uns keine akzeptable Alternative“, so Bsirske beim 2. Kirchlichen Dienstgebertag des Unternehmerverbandes Soziale Dienste und Bildung sowie der Caritas im Ruhrbistum im hiesigen Haus der Unternehmer. „Sollte unsere Klage vom Bundesverfassungsgericht abgewiesen werden, werden wir weiter zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gehen“, so Bsirske. Mit der Klage will die Gewerkschaft das Streikrecht in Kirchen durchsetzen. Der Wettbewerbsdruck im sozialen Sektor habe zunehmend zu Lohndumping geführt, wobei er die Caritas klar von der Kritik ausnahm.

Laut Andreas Meiwes, Direktor des Caritasverbands, „ist es ein Märchen, dass bei kirchlichen Dienstgebern schlechtere Arbeitsbedingungen herrschen“. In der Regel liege der Caritas-Tarif nah am TVÖD, sei im Schnitt sogar besser. „Wir hätten im harten Wettbewerb auch überhaupt keine Chance, wenn die Bedingungen schlechter wären“, so Heinz Diste, Hauptgeschäftsführer der Contilia GmbH und St. Elisabeth-Stiftung Essen/Mülheim. Bislang seien von Mitarbeitenden auch keine Forderungen nach gewerkschaftlicher Beteiligung erkennbar.

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