Ungerecht

Radfahren in der Innenstadt. Ich gehöre zu den langsamen Radfahrern. Meist komme ich ohne Klingelzeichen aus, notfalls steige ich kurz ab. Aber für mich gelten die gleichen Verbote wie für die „Raser“, die Fußgänger an die Seite klingeln. Ich finde das ungerecht, zumal Ordnungshüter die schnell fahrenden Radfahrer meist nicht anhalten, weil sie eben schnell fahren. Aber die langsam fahrenden bieten sich an. Die sieht der Ordnungshüter schon von weitem.

Beim Neubau der Bushaltestellen an der Friedrich-Ebert-Straße sind Radfahrer vergessen worden. Wenn man vom Evangelischen Krankenhaus aus ein Geschäft an der Bahnstraße besuchen möchte, muss man einen Umweg über die Ruhrstraße/Heinrich-Melzer-Straße machen und drei Ampelschaltungen abwarten. Ich kenne niemanden, der sich daran hält. Man fährt verbotenerweise über den Bürgersteig bis zum Berliner Platz. Dann über die Friedrich-Ebert-Straße und weiter über den Markt. . . Ach nein, da ist ja auch alles für Radfahrer verboten. Also wenn schon verboten, dann doch gleich quer durch die Innenstadt. Erlaubt wäre es nach 18 Uhr. Aber da hat das Geschäft schon zu. Mein Vorschlag: Könnten die Verbote nicht nur für schnell fahrende Räder gelten? Auf so vielen Wegen müssen sich Fußgänger und Radfahrer vertragen, warum nicht auch in der Innenstadt? Rücksichtsloses Fahren sollte bestraft werden. Warum aber auch die rücksichtsvollen Langsamfahrer?