Mülheim

Unfall auf A40 mit sechs Menschen: Jetzt ist die Ursache klar

Foto: Rene Anhuth / ANC-NEWS
  • Am Freitagabend hat es auf der A40 Richtung Venlo einen schweren Verkehrsunfall gegeben, bei dem sechs Menschen verletzt wurden
  • Jetzt steht die Unfallursache fest
  • Um Schleuser hat es sich demnach bei den Männern in den Sprintern nicht gehandelt, wie die Bild vermutet hatte

Mülheim. Bei einem Verkehrsunfall am Freitagabend auf der A 40 in Fahrtrichtung Venlo wurden sechs Menschen leicht verletzt. Die Richtungsfahrbahn musste über zwei Stunden voll gesperrt werden.

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Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen der Autobahnpolizei Düsseldorf befand sich zur Unfallzeit in Höhe des Einfädelungsstreifens der Anschlussstelle Styrum das Stauende des regulären Verkehrs. Aufgrund dessen musste ein 45 Jahre alter Mann mit seinem Passat bremsen. Ein 22-Jähriger, der mit seinem mit neun Personen besetzten Sprinter in selber Richtung unterwegs war, konnte gerade noch rechtzeitig sein Fahrzeug zum Stehen bringen.

24 Jahre alter Fahrer schaffte die Bremsung nicht mehr

Ein 24 Jahre alter Fahrer eines anderen Sprinters (ebenfalls mit neun Personen besetzt) schaffte dies nicht mehr und fuhr auf. Er schob den vor ihm am Stauende wartenden Sprinter auf den Passat. Ein weiterer Pkw (Golf), den ein 38-Jähriger steuerte, wurde ebenfalls beschädigt. Der Fahrer des Passats wurde durch die Kollision leicht verletzt und musste zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. In den beiden Sprintern verletzten sich insgesamt fünf Personen leicht.

Für die Dauer der Verkehrsunfallaufnahme musste die Richtungsfahrbahn ab der Ausfahrt Mülheim-Dümpten voll gesperrt werden. Die Sperrung wurde gegen 20 Uhr aufgehoben. Die maximale Stauausdehnung betrug circa fünf Kilometer. Die Beamten schätzen den entstandenen Schaden auf etwa 40.000 Euro.

Keine Relevanz für die Polizei

Mutmaßungen eines „Bild“-Artikels, es habe sich möglicherweise bei den Beteiligten um Schleuser oder Flüchtlinge gehandelt, konnte die Polizei Düsseldorf unterdessen nicht bestätigen. „Wenn das ein LKW gewesen wäre, wo jetzt 50 Flüchtlinge dringesessen hätten, wäre das etwas anderes gewesen. Aber so hat das für die Polizei keine Relevanz“, sagt Sprecherin Anja Kynast.

„Wir haben erst mal alle mit zur Wache genommen, weil es Verständigungsschwierigkeiten gab. Aber sie sind eben von Polen auf dem Weg nach Großbritannien gewesen, das spielt für uns erst mal keine Rolle“. (jp)

 
 

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