Umquartierungen nach Streit im Flüchtlingsheim

Nach dem Vorfall  in der Flüchtlingsunterkunft auf dem Saarner Kirmesplatz musste ein Vater (53) mit seinem Sohn umziehen.
Nach dem Vorfall in der Flüchtlingsunterkunft auf dem Saarner Kirmesplatz musste ein Vater (53) mit seinem Sohn umziehen.
Foto: FUNKE Foto Services

Mülheim.. Ein Streit in der Flüchtlingsunterkunft auf dem Saarner Kirmesplatz ist am späten Montagabend so eskaliert, dass die Polizei eingreifen musste und sogar einen Warnschuss abgab. Inzwischen wurde einer der Beteiligten mit seinem Sohn anderweitig untergebracht.

Wie die Polizei berichtet, ging um 23.17 Uhr ein Notruf des DRK und des Sicherheitsdienstes vor Ort ein, weil sich drei Bewohner massiv stritten. Als die Beamten eintrafen, stand vor einem Zimmer ein 51-jähriger Mann, der ein Messer hielt und an seiner anderen Hand blutete. Er habe die Polizisten bedroht und sich trotz mehrsprachiger Aufforderung geweigert, das Messer fallen zu lassen. Die Beamten gaben daraufhin einen Warnschuss in die Holzdecke ab und überwältigten den 53-Jährigen unter Einsatz von Pfefferspray.

Drei Männer kamen in Gewahrsam

Er und zwei weitere Männer, 31 bzw. 23 Jahre alt, wurden über Nacht in Gewahrsam genommen. Alle sollen alkoholisiert gewesen sein.

Zu den Hintergründen des spektakulären Vorfalls teilte Stadtsprecher Volker Wiebels am Dienstag auf Anfrage mit, dass offenbar einer der jüngeren Männer den Sohn des 53-Jährigen beleidigt haben soll. Dabei handelt es sich um einen 15-jährigen Jugendlichen, alle Beteiligten sind Flüchtlinge aus dem Irak. Verletzte habe es darüber hinaus nicht gegeben, „nur ein Zeuge erlitt eine Mini-Schnittwunde“.

Stadt hat Antrag auf Umverteilung gestellt

Nachdem die Männer am Dienstag aus dem Polizeigewahrsam entlassen wurden, durften Vater und Sohn nicht an die Mintarder Straße zurückkehren, sondern wurden laut Wiebels vorübergehend in einer anderen Mülheimer Flüchtlingsunterkunft einquartiert.

Die Stadt habe auch sofort einen Antrag auf Umverteilung bei der Bezirksregierung in Arnsberg gestellt, um zu erreichen, dass die beiden in einer anderen Stadt unterkommen und sich die Streitenden möglichst nicht mehr begegnen.

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