Umbenennungen

Auf Befehl der Alliierten wurden nach Kriegsende 17 Straßen umbenannt, die die Nazis nach Galionsfiguren ihres Regimes benannt hatten. Mitte der 90er Jahre wurde aus der Karl-Peters-Straße die Elisabeth-Selbert-Straße und aus dem Adolf-Stöcker-Platz und der Adolf-Stöcker-Straße der Anne-Frank-Platz und die Anne-Frank-Straße. Damit ersetzte die Verfassungsmutter den kaiserlichen Kolonialisten und das Holocaust-Opfer den antisemitischen Hofprediger der Hohenzollern. Mit Rücksicht auf die mit einer Umbenennung verbundenen Kosten beschloss der Ältestenrat des Stadtrates 1996, von dieser Möglichkeit nur sehr zurückhaltend und nur in besonderen Fällen von öffentlichem Interesse Gebrauch zu machen. Die Bezirksvertretung wird auch darüber beraten, ob ein Teil der Burgstraße, die zum Aquarius-Wassermuseum führt, nach dessen Gründungsvater Gerd Müller benannt werden soll. Der 2003 verstorbene und aus Styrum stammende Müller war RWW-Geschäftsführer und Vorsitzender der SPD.