SWB will Betroffene überzeugen

Foto: WAZ

Heißen/Dümpten. 28 Wohneinheiten will die Stadt von der SWB an der Mellinghofer Straße 282 und am Frohnhauser Weg 131-135 für fünf Jahre anmieten. Über diesen Plan habe man jeden betroffenen Anwohner gestern Abend persönlich an der Haustür versucht zu informieren, berichtet SWB-Geschäftsführer Ulf Lennermann.

An beiden Standorten seien bereits jeweils vier Wohnungen an Flüchtlinge vermietet. An der Mellinghofer Straße sollen weitere acht hinzukommen. Der Einzug der ersten Flüchtlinge ist hier für den Sommer geplant. Am Frohnhauser Weg verteilen sich die 20 Wohnungen, die noch angemietet werden sollen, auf drei Häuser. Hier rechnen Stadt und SWB im Herbst mit dem Einzug. „Sollten einige Mieter länger für den Auszug benötigen, lässt sich auch darüber reden“, sagt Ulf Lennermann.

Alternative Wohnungen reserviert

Er ist sich bewusst, dass man den Betroffenen mit dieser Bitte viel abverlange. Klar sei: „Wir können und wollen niemanden zum Umzug zwingen. Wer dort wohnen bleiben möchte, kann das selbstverständlich tun.“ Mit ihrer jahrelangen Erfahrung will die Wohnungsbaugesellschaft dennoch versuchen, die Mieter zu überzeugen – einige Alternativ-Wohnungen zur Auswahl seien für sie bereits reserviert. „Wir werden uns jeden Fall genau anschauen und gute, individuelle Lösungen finden – und falls nötig, auch finanzielle Entlastung ermöglichen“, verspricht er.

Die Umzüge werde die SWB organisieren und bezahlen. Bei einer Mieterversammlung soll das Vorhaben im Detail erläutert werden. Die Mieter könnten sich bei Fragen und Problemen an beiden Standorten bald an ein Service-Büro wenden, sagt Lennermann zu. Bei der Auswahl der Wohnhäuser habe man zudem darauf geachtet, alte Menschen und Familien mit Kindern außen vor zu lassen, „damit Anwohner nicht ganz aus ihrer Lebensmitte gerissen werden.“

Die Wohnungen, die für die Flüchtlinge frei werden sollen, sagt Lennermann, „entsprechen qualitativ dem Marktstandard.“ Ein bis drei Zimmer stünden zur Verfügung, so dass sowohl Einzelpersonen als auch Familien untergebracht werden können.

Lennermann ist zuversichtlich, dass die Nachbarschaft mit den Flüchtlingen, die an der Gustav-straße in Styrum gut funktioniere, auch in Heißen und Dümpten möglich gemacht werden könne.

 
 

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