Städtische Ehren für Anton Schaaf und Bernhard Haake

Anton Schaaf (l.) und Bernhard Haake nehmen die Auszeichnung von Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld entgegen.Foto:Fabian Strauch
Anton Schaaf (l.) und Bernhard Haake nehmen die Auszeichnung von Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld entgegen.Foto:Fabian Strauch
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ

Mülheim. Unterschiedlicher könnten die „Ehrenämter“ der beiden Preisträger kaum sein. Der eine setzt sich für die Kultur in der Stadt ein, der andere ist in der Politik aktiv. Eines vereint diese beiden Männer: Die Leidenschaft für das, was sie tun. Nun bekamen Bernhard Haake und Anton Schaaf die Ehrenspange und den Ehrenring der Stadt Mülheim überreicht.

Es ist ein Ritual, das die Stadt seit mehr als vier Jahrzehnten vollzieht. Den Ehrenring und die Ehrenspange verleiht sie Menschen „als Symbol für die Anerkennung vorbildlichen ehrenamtlichen Einsatzes“, erklärt Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld in ihrer Rede am Sonntag im Kammermusiksaal der Stadthalle. Bereits Anfang Oktober wurde MBI-Mann Lothar Reinhard mit dem Ehrenring ausgezeichnet – jedoch nicht von der OB, sondern durch Vertreter Markus Püll. Dieses Mal nahm sie die Auszeichnung selbst vor.

"Toni hatte was zu sagen"

In ihrer Ansprache würdigte sie zunächst ihren Parteikollegen Anton Schaaf (51), der von 2002 bis September 2013 als direkt gewählter Mülheimer Abgeordneter im Bundestag saß. „Heute hier zu stehen, hat ihn mehr Mühe und Anstrengungen gekostet als so manch anderen, der vor ihm diese Auszeichnung entgegengenommen hat.“ Seine politische Lebensgeschichte sei die eines Aufsteigers: Als gelernter Maurer und Müllwerker habe er sich mit Sachverstand hochgekämpft. Dabei sei sein Credo: „Es kommt nicht darauf an, wo du herkommst, sondern, was du zu sagen hast.“ Mühlenfeld: „Und dass Toni etwas zu sagen hatte, das konnte jeder merken, der mit ihm ins Gespräch gekommen ist.“ Zudem habe er widerlegt, dass Politiker nicht nur Gegner, sondern auch Freunde sein können.

Der Geehrte zeigte sich sichtlich gerührt über die Auszeichnung und kämpfte mit den Tränen, als er sagte: „Es sind die Menschen, die mich stark gemacht haben, die mir geholfen haben – dafür bin ich sehr dankbar.“ Der Ehrenring symbolisiere die tiefe Verbundenheit zu seiner Heimatstadt.

Unermüdlicher und begeisternder Einsatz für die Bücher

Auch Bernhard Haake freute sich sehr über die Auszeichnung mit der Ehrenspange. Seit 1997 engagiert er sich im Förderverein, dem Freundeskreis der Stadtbücherei, seit 1999 als Vorsitzender. Zudem betreibt er zusammen mit seiner Frau Ursula die Schmökerstube und macht Leseförderung für Kinder. „Ihr unermüdlicher und begeisternder Einsatz für die Bücher und das Lesen hat unsere Stadt lebens- und liebenswerter gemacht“, würdigte ihn die OB.

Bernhard Haake zeigte sich bescheiden: „Ich bin ein bisschen verlegen, in eine so hochrangige Ehrung einbezogen zu werden – dennoch freue ich mich sehr.“ Er versprach, „am Ball zu bleiben“, sich auch in den kommenden Jahren für kulturelle Belange einzusetzen. Denn: „Die Welt braucht leidenschaftliches Handeln. Unsere Stadt sicherlich auch.“

 
 

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