Stadt Mülheim will Baulücke am Aubergweg schließen

Kristina Mader
Der Auberg ist ein beliebtes Naherholungsgebiet in Saarn und Selbeck. Dort fürchten die Grünen die Freigabe weiterer Bauprojekte.
Der Auberg ist ein beliebtes Naherholungsgebiet in Saarn und Selbeck. Dort fürchten die Grünen die Freigabe weiterer Bauprojekte.
Foto: www.blossey.eu
2800 m² große Fläche soll für Luxuseigenheime veräußert werden. Grüne warnen: Freiflächen nicht für exklusives Wohnen opfern.

Mülheim. Die Grünen warnen vor einer Zersiedelung am Auberg. Dort möchte die Stadt eine Baulücke schließen und plant dafür eine 2800 Quadratmeter große Fläche für Luxuseigenheime zu veräußern. Die Fläche am Aubergweg ist Bestandteil des etwa 290 Hektar großen Landschaftsschutzgebietes „Saarn-Selbecker-Hochflächen“. Damit entspreche die Verwaltung der vom Rat beschlossenen „verstärkten Veräußerung von städtischen Grundstücken“, heißt es in der Beschlussvorlage, die bereits im Finanzausschuss vorgestellt wurde.

Konkret schweben der Verwaltung zwei exklusive Wohneinheiten vor, die Baugrundstücke sollen direkt und einzeln an Endverbraucher veräußert werden, „die auf den Grundstücken jeweils ein großzügiges Einfamilienhaus errichten können“. Die angrenzende 9000 Quadratmeter umfassende Weidefläche bietet die Stadt einem Landwirt zum Verkauf an – mit der Verpflichtung zur Einhaltung des Landschaftsschutzes. Die Fläche liege innerhalb einer bereits bestehenden Bebauung und sei „von untergeordneter Bedeutung für das Landschaftsschutzgebiet“, begründet die Verwaltung.

Freiflächen nicht für exklusives Wohnen opfern

„Sorgen“, erklärt Hermann Stollen, umweltpolitischer Sprecher der Grünen, „macht uns aber der Hinweis, dass die Stadt für die jetzige Weidefläche eine künftige bauliche Nutzung nicht ausschließt.“ Die Partei befürchtet zukünftig Freigaben für weitere Bauvorhaben in dem Landschaftsschutzgebiet. Immerhin sei der Auberg eine der wichtigsten Freiflächen der Stadt, meint Stollen. „Sie gehört allen Bürgern und darf nicht für noch so exklusives Wohnen geopfert werden.“

Ob die Fläche veräußert werden soll, entscheidet die Politik in der Bezirksvertretung 3 am 14. April.