Stadt Mülheim sucht Geldquelle für Sportschule NRW

Die jetzige Turnhalle der Luisenschule reicht für eine Sportschule NRW von der Größe her bei weitem nicht aus.
Die jetzige Turnhalle der Luisenschule reicht für eine Sportschule NRW von der Größe her bei weitem nicht aus.
Foto: STEPHAN GLAGLA PHOTO.DESIGN / WA
1,2 Millionen Euro müsste die Stadt Mülheim aufbringen, damit die Luisenschule eine neue Dreifachturnhalle bekommen könnte. Das Land würde die restlichen 80 Prozent der Baukosten finanzieren. Auch andere Schulen und Vereine könnten davon profitieren, doch die Zustimmung der Politik steht noch aus.

Mülheim.. Die Sportverwaltung arbeitet an einem Plan, wie das Projekt ,Sportschule NRW’ an der Luisenschule von der Stadt dauerhaft finanziert werden kann. „Wir sind wild entschlossen, eine Finanzierung hinzubekommen“, erklärte die Leiterin des zuständigen Mülheimer Sportservice, Martina Ellerwald, gegenüber dieser Zeitung. Ob die Sportpolitiker jedoch bereits Mitte November zur nächsten Sitzung ein Finanzkonzept vorgelegt bekommen, sei ungewiss.

Das Land NRW hat 18 Schulen in den Rang einer Sportschule gehoben, wo Leistungssport, Talentförderung und die Zusammenarbeit mit Vereinen eine bedeutende Rolle spielen. Als einzige Schule in Mülheim gehört die Luisenschule dazu. Das Land will für das Mülheimer Gymnasium eine neue Dreifachturnhalle, die sechs Millionen Euro kosten würde, zu 80 Prozent finanzieren. Doch gibt es auch von der Mülheimer Politik Zustimmung für das Projekt? Noch ist das fraglich.

Baukosten könnten über Sportpauschale finanziert werden

Grund dafür sind die Kosten: Mit 1,2 Millionen Euro müsste sich die Stadt Mülheim an den Baukosten beteiligen, das Projekt soll 2016/17 realisiert werden. Der Beitrag zum Bau könnte über mehrere Jahre aus der Sportpauschale finanziert werden, rechnet die Sportverwaltung vor. Kein einfaches Unterfangen. Noch größere Bauchschmerzen bereitet den Politikern die Deckung der laufenden Kosten von rund 410.000 Euro. Darin enthalten wären jedoch unter anderem auch sämtliche Sanierungskosten der nächsten 50 Jahre. Kämmerer Uwe Bonan hatte erstmals die Folgekosten für ein Bauprojekt den Politikern aufgeführt, was künftig immer zur größeren Transparenz der Belastungen erfolgen werde, heißt es. Seinen Vorschlag, dies über eine Extra-Erhöhung der Grundsteuer zu schultern, lehnte die Politik deutlich ab.

Wie Martina Ellerwald betont, würden von der neuen Dreifachhalle auch Vereine und andere Schulen profitieren. Nach 17 Uhr und an Wochenenden wäre die neue Halle etwa für Vereine nutzbar. Stadtweit gesehen ist der Bedarf an Sporthallen in Mülheim sehr groß. Es gibt einen beachtlichen Mangel. Um diesen für alle Schulen und Vereine zu beheben, müssten sechs neue Dreifachsporthallen gebaut werden.

 
 

EURE FAVORITEN