Stadt möchte Instandhaltungskosten an RVR oder das Land abgeben

Ein Radweg auf der Strecke der ehemaligen Rheinischen Eisenbahn – das soll sichtbar bleiben. Fast alle Brücken bleiben erhalten, weil sie eine kreuzungsfreie Verbindung garantieren. Dickster Sanierungsbrocken wird über der Ruhr die genietete Stahlbogenbrücke von 1866 sein. Daran schließt die zweite Hochpromenade auf Viadukten über dem Müga-Park samt Brücke über der Bergstraße an. Es folgen Volkshochschule, Ringlokschuppen, Camera Obscura, Alte Dreherei, Feuerwache und Fachhochschule.

Den nächsten Bauabschnitt bildet der enge Überweg über der Duisburger Straße. An Heer- und Friedhofstraße sind über die Bahnübergänge Zufahrten in die Quartiere möglich. Hinter der Brücke Saarner Straße soll es Zufahrten in den Uhlenhorst und nach Speldorf geben, zeigen Pläne des Regionalverbandes Ruhr.

Fließen die Zuschüsse zeitnah, könnten Mülheim und Duisburg im Zusammenwirken mit RVR und Land ihre Radwegstücke gleichzeitig bauen. Das brächte an der Stadtgrenze einen schnellen Lückenschluss. Ursprünglich wollte der RVR bereits jetzt mit dem Radweg von Essen über Mülheim am Rheinufer angekommen sein und so drei Unis verknüpfen. Das nötige Baugeld reichte dafür allerdings nicht.

„Einzelheiten werden wir ändern, ergeben sich auf der Promenade dadurch Verbesserungen“, sagt Daniel Bach. Bänder auf dem Radweg, wie die Skizze unten zeigt, machten den Charakter der alten Bahntrasse weiterhin sichtbar. In den Kästen neben den Bänken wachsen Gräser. Sie gehören zu einer Bahntrasse und verringern die Pflegekosten. Ob das alte Vorsignal an der Zunftmeisterstraße erhalten bleibt, ist noch offen.

Das neue Geländer beiderseits der Promenade wird 1,30 Meter hoch. An der Löhstraße soll eine weitere Rampe entstehen. Einige Ortspolitiker befürchten Konflikte neben den Sitzbänken zwischen rasenden Radlern und Fußgängern, „weil es doch ein Radschnellweg ist“. Aufeinander Rücksicht zu nehmen, wird zu den Lernprozessen auf der neuen Promenade gehören, ergänzen die Planer. Langfristig möchte die Stadt die Radweg-Instandhaltung an den RVR oder an das Land abgegeben: „Die haben das Projekt bestellt. Wir übernehmen nur Planung und Bauausführung“, heißt es im Rathaus. Prima, wenn es gelänge.