Spielmobil ist in die Jahre gekommen

Andrea Müller
Das Spielmobil der Awo muss dringend mal überholt werden.
Das Spielmobil der Awo muss dringend mal überholt werden.
Foto: WAZ

Mülheim.  Das Spielmobil der Awo kurvt ständig kreuz und quer durch die Stadt. Sein Auftrag: Mobile Spielplatzbetreuung. Der kunterbunte Bus steuerte auch im letzten Jahr insbesonders die Stadtteile an, „in denen keine oder nur wenige attraktive Spielflächen vorhanden sind und die soziale und ökonomische Lebenssituation der Anwohner/innen benachteiligt ist“. „Unsere Mitarbeiter sollen dort in Interaktion mit Kindern und Eltern Spielräume ausgestalten“, heißt es im Jahresbericht 2012 der Awo.

Insgesamt 116 Einsätze verzeichnete das Mobil im letzten Jahr – 52 davon waren Spielplatzbetreuungen in sozialen Brennpunkten. Bei neun Spielplatzfesten fuhr der Bulli ebenso vor wie bei 19 Kooperationsveranstaltungen mit Jugendzentren, Büchereien, OGS-Teams oder dem Alpenverein. Auch bei drei Großveranstaltungen war er präsent.

Das Spielmobil fährt noch mit roter Plakette

An Bord des Gefährts sitzen lediglich eine hauptamtliche Teilzeit-Fachkraft (1/2 Stelle) sowie Honorarkräfte. Sie haben festgestellt, „dass Kinder in den sozial schwachen Stadtteilen erhebliche Sprachdefizite aufweisen. „Wir müssten vor Ort intensiv Sprachförderung betreiben - etwa mit speziellen Sprachförderspielen“, so Lothar Fink, Awo-Chef. Dafür bräuchte man mindestens eine Vollzeitkraft plus Honorarkräfte sowie mehr finanzielle Mittel.

Ein weiteres großes Problem: Das Spielmobil, das vor rund 13 Jahren von der Sparkasse gestiftet wurde, ist altersschwach, hat nur eine rote Umweltplakette. „Lediglich mit Sondergenehmigung darf er noch durch die Stadt fahren“, so Fink. Da das Fahrzeug nicht umrüstbar ist, werde bald ein neues benötigt. „Unsere Mittel und die Zuschüsse reichen dafür nicht aus, wir hoffen auf Spender.“