Slow Food versus Fast Food

In der Montagsausgabe dieser Zeitung, Lokalseite 3, ist zu lesen, dass die „Mausefalle“ an der Bogenstraße in den neuen Slow-Food-Gastroführer aufgenommen wurde. Bravo, echte Mölmsche Qualität bleibt Genießern nun mal nicht verborgen. Überhaupt mag ich den Anspruch der Slow-Food-Bewegung: Regional und saisonal sollen die Produkte sein, erzeugt durch artgerechte Viehzucht und nachhaltige Landwirtschaft. Vom Slow Food zum Fast Food: Umweltschutzorganisationen werfen den großen Ketten ja seit Jahrzehnten – mal mehr und mal weniger laut – vor, dass Fertigprodukte serviert werden, deren Tiefkühlung zu viel Energie verbraucht und deren Verpackung zu viel Müll verursacht. Und das „Fleisch“ erst: Nichts als ein Gemisch aus Rinderfett und Ammoniak soll das etwa beim Branchenprimus McDonald’s sein, ereiferte sich einmal der britische Starkoch Jamie Oliver. Man kann von dem Laden halten, was man will.

Ich schlage Seite 6 unserer Montagsausgabe auf. Da wird berichtet vom wunderbaren Tanz-Benefiz, den die Mülheimerin Sandra Magiolini für den schwerkranken kleinen Nick veranstaltet hat. Der Vierjährige aus Duisburg bekam jetzt eine Knochenmarkspende und wohnt mit seiner Familie übergangsweise in Hamburg – im Ronald McDonald Haus, das die McDonald’s Kinderhilfe unterhält. Im kommenden Jahr feiert die gemeinnützige Stiftung ihren 30. Geburtstag.

Wie gesagt, man kann von dem Laden halten, was man will.

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