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Skimming-Betrüger schlugen wieder zu

16.06.2012 | 06:00 Uhr
Skimming-Betrüger schlugen wieder zu
Manipulierte Geldautomaten sind ein Dauerthema für die Polizei.

Mülheim.   Die Polizei warnt vor weiteren Skimming-Betrügern. Wer seine EC-Karte an öffentlichen Geräten benutzt, läuft Gefahr dort Betrügern seine Daten zu übermitteln. Minikamera, falsche Tastatur, manipuliertem Lesegerät und anderen Methoden machen dies möglich.

Nach etlichen Fällen von Skimming in Essen und Mülheim warnt die Polizei erneut vor dieser Betrugsmasche. Insgesamt wurden die Opfer um rund 100.000 € geschädigt. Zuletzt gab es in Mülheim im Bereich des Rhein-Ruhr-Zentrums im Februar einen manipulierten Geldautomaten, an dem Täter den Magnetstreifen unbemerkt auslasen und im März über 30 Kunden schädigten.

Die Methoden sind kreativ, das Ergebnis immer gleich: Die Betrüger kommen an das Konto und damit an das Geld ihrer Opfer . Das sogenannte Skimming (englisch für Abschöpfen, Abziehen) bedeutet in der Praxis, dass mittels versteckter Minikameras, aufgeklebter Tastaturen oder täuschend echt aussehender Eingabeschächte Daten beim Geldabheben am Automaten (Magnetstreifen und PIN) ausgespäht werden.

Auf Anzeichen bei Geldautomaten achten

Polizeisprecher Lars Lindemann verweist darauf, dass nicht nur Geldautomaten manipuliert sein können , sondern auch Kontoauszugsdrucker, Überweisungsterminals oder Fahrkarten- und Zapfsäulenautomaten. „Überall da, wo man Karten einführen kann, ist das möglich“ , betont er. Die Betrüger übertragen die so ausgelesenen Daten auf Kartenrohlinge, sogenannte „White Plastics“, und heben zusammen mit der ausgespähten PIN im Ausland, etwa in Südamerika, Geld vom Konto des Opfers ab.

Die Betroffenen merken das oft erst Wochen später bei der Überprüfung des Kontoauszugs. Die Polizei empfiehlt daher, beim Umgang mit dem „Plastikgeld“ Vorsicht walten zu lassen. Wer immer denselben Automaten benutzt, dem fallen Änderungen möglicherweise schneller auf. Wer am Automaten etwas Ungewöhnliches entdeckt – z. B. angebrachte Leisten/Verblendungen, abstehende oder lockere Teile, Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz – sollte die Polizei und das Geldinstitut verständigen.

Selbstverständlich sollte es sein, dass man die PIN stets getrennt von der Karte aufbewahrt. Die PIN nicht am Türöffner eines Bankinstituts eingeben. Achten Sie auch darauf, dass die Eingabe der PIN nicht von anderen beobachtet werden kann und decken Sie während der Eingabe das Tastaturfeld ab, so die Polizei.

Bettina Kutzner

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2012-06-16 06:00
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