Schulbeginn - Schüler lernen nicht nur Klassiker

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Neben den „normalen“ Fächern wie Mathematik, Englisch oder Deutschbieten die Schulen weitere interessante Lern-Möglichkeiten an

Mülheim. Mathematik, Englisch, Deutsch. Ab heute wird in den Mülheimer Schulen wieder gelernt. Schule ist aber schon lange nicht mehr auf die klassischen Fächer beschränkt. Mit Projekten, Kursen und Programmen wird den Schülerinnen und Schülern ein großes Angebot unterbreitet, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu erweitern. Das zeigen ein paar Beispiele für das neue Schuljahr.

Für rund 30 Schülerinnen und Schüler sowie sechs Lehrer der Willy-Brandt-Gesamtschule endeten die Sommerferien schon ein paar Tage früher. Sie hatten sich für das Projekt „Schule hilft Schule“ gemeldet und haben sich am vergangenen Sonntag Richtung Rumänien aufgemacht. Die Jungen sanieren in Temesvar ein Haus für Frühförderung, die Mädchen richten in Karakal einen Computerraum ein. „Die Schüler freuen sich, was für andere zu tun, profitieren aber auch selbst von solchen Projekten, denn sie erfahren, wie es Gleichaltrigen in anderen Ländern geht“, sagt Schulleiterin Ingrid Lürig.

Um internationalen Austausch geht es ab kommenden Montag auch am Gymnasium Heißen. Über den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) kommt gut ein Dutzend Kinder aus Togo, Kamerun und Tschechien nach Heißen, um eine Woche lang mit ihren Mülheimer Altersgenossen zur Schule zu gehen und gemeinsame Erfahrungen zu sammeln.

"Stark in die Zukunft – selbstbewusst entscheiden"

Am Otto-Pankok-Gymnasium, das sich Kulturschule nennt, sind für dieses Schuljahr zwei besondere Projekte geplant, beide Male mit bildenden Künstlern. Der Mülheimer Fotograf Lubo Laco wird bei dem Projekt „BewegungsArt“ in einen Kurs in die Schule kommen und im Unterricht mit den Schülern arbeiten. „Das zweite Projekt ist jahrgangsübergreifend“, erzählt Ulrich Bender, der stellvertretende Schulleiter. Es geht vor historischem Hintergrund „Idealen“ nach und stellt sie gegenüber. Geleitet wird das Projekt vom Künstler Manuel Schroeder.

Schülerinnen und Schüler müssen während ihrer Schullaufbahn, aber erst recht später Entscheidungen treffen. Das fällt nicht immer leicht. Dem trägt ein Projekt an der Realschule Mellinghofer Straße Rechnung: Stark in die Zukunft – selbstbewusst entscheiden. Zehntklässler machen bei Personal Coach Henryk Lüderitz ein Training. „Das Gute daran ist, dass diese Zehntklässler anschließend ihr neues Wissen an Neuntklässler weitergeben werden“, freut sich Schulleiterin Judith Koch.

 
 

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