Schüler sparen Energie – und werden ausgezeichnet

Die 30/40/30-Projektteilnehmer freuen sich über die finanzielle Ausschüttung für ihre Schulen, Ergebnis ihrer Energiesparbemühungen.
Die 30/40/30-Projektteilnehmer freuen sich über die finanzielle Ausschüttung für ihre Schulen, Ergebnis ihrer Energiesparbemühungen.
Foto: WAZ FotoPool
Die Brüder-Grimm-Grundschule ist Sieger des Medl-Energiesparprojekts. Schüler lernen früh, den Verbrauch von Strom, Wasser und Gas zu reduzieren.

Mülheim.. „30/40/30“ ist der etwas sperrige Titel des Energiesparprojektes des Energiedienstleisters Medl, des Immobilienservice’ der Stadt und 30 der insgesamt 49 Mülheimer Schul-Standorte, das nun bereits ins 16. Jahr geht.

Gestern, nach Auswertung aller Versorger-Daten, bekamen die Teilnehmer das positive Ergebnis ihrer kontinuierlichen Umweltschutz-Bemühungen im Jahr 2013: einen Scheck über 30 Prozent ihrer eingesparten Strom-, Wasser- und Wärmekosten – 6360 Euro der durch dieses Projekt insgesamt eingesparten 21.000 Euro an Energiekosten.

28 Prozent der Energiekosten eingespart

Diese 30 Prozent betragen bei größeren Schulen durchaus einige Hundert Euro, die dem Schuletat zu Gute kommen. Bei der vergleichsweise kleinen Gewinnerschule, die Brüder-Grimm-Grundschule an der Zastrowstraße in Styrum, beträgt die Ausschüttung „nur“ 134 Euro. „Die Grundschule hat allerdings 28 Prozent ihrer Energiekosten zum Vorjahr eingespart, und somit den 1. Preis verdient“, freut sich Harald Tittmann von Medl. Umbaumaßnahmen oder Klimaveränderungen seien dabei herausgerechnet, so der Projektleiter des Energiedienstleisters.

40 Prozent der eingesparten Energiekosten setzt der Immobilienservice für energetische Verbesserungen der Schulstandorte ein. „Wir installieren an ausgewählten Standorten, wie kürzlich in der Styrumer Turnhalle, Bewegungsmelder, LED-Beleuchtungen oder neue Heizungsthermostate“, erklärt Frank Buchwald, Leiter des städtischen Immobilienservice’.

Wichtige Investition in die energetische Erziehung

Letztlich sei das Projekt wohl eher eine wichtige Investition in die energetische Erziehung der Bevölkerung als Kostenersparnis für die Stadt, obwohl 30 Prozent der Einsparungen auch dem städtischen Haushalt zu Gute kommen. Alle vier Jahre starte eine neue Schülergeneration, die einen Medl-Aufklärungsunterricht in den Schulen erforderlich mache, so Buchwald. Die teilnehmenden Schulen erhalten einen Lehrmaterial-Koffer, die Medl-Mitarbeiter gestalten Energieunterricht oder Schüler dürfen das Kraftwerk besichtigen, so Harald Tittmann. Warum nicht alle 49 Schulstandorte teilnehmen, kann sich Tittmann nicht erklären. „Das Projekt ist so schmackhaft, dass wir zu Beginn gedacht haben, alle Schulen melden sich bei uns“, so Tittmann.

Die Rektorin der Sieger-Grundschule, Maria Reimann, war überrascht über ihren Hauptpreis, die massive Holzbank für den Schulhof. „Es war wohl die Menge an Kleinigkeiten, die bei uns besonders viel gebracht hat“, freut sich die Pädagogin. „Stoßlüften statt dauerhaft die Fenster auf Kipp stellen, das Licht bei Verlassen des Raums ausschalten oder die Steckerleisten nach Schulschluss vom Netz nehmen.“

 
 

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