Schaufenster-Wettbewerb war nicht überall Erfolgsstory

Deike Frey
Die Händler an Althofstraße und Dickswall – hier Heimbuch – sind Leidtragende der Baustelle. So sahen auch weniger Leute ihre Beiträge zum Wettbewerb.
Die Händler an Althofstraße und Dickswall – hier Heimbuch – sind Leidtragende der Baustelle. So sahen auch weniger Leute ihre Beiträge zum Wettbewerb.
Foto: STEPHAN GLAGLA PHOTO.DESIGN / WA
Von „Wir haben sehr gut verkauft“ bis zu „Diesmal war die Resonanz sehr verhalten“ reichen die Aussagen der Mülheimer Geschäftsleute und Gastronomen, wenn sie über den Schaufenster-Wettbewerb palieren. Längst nicht jeder war mit dem Zulauf zufrieden. Daran könnte auch eine Baustelle Schuld sein.

Mülheim. Nach einem Monat endet der Schaufensterwettbewerb 2013 am Samstag. Zeit für ein Fazit beteiligter Einzelhändler und Gastronomen. Wie sind sie angekommen die 56 individuell gestalteten Auslagen? Was hat die Kundschaft gesagt zum Motto „Ich sehe was, was Du nicht siehst, und das ist…!“ und zur Umsetzung?

Mila Medic vom Restaurant Medici ist rundum happy. Beim Rundgang des SPD-Ortsvereins Stadtmitte am Montagabend berichtet sie von neugierigen Gästen, die wissen wollten, warum der Steinbeißer plötzlich das Fenster ihres Lokals ziert. Und die sich begeistert durch die eigens entworfene Fisch-Karte probierten. „Wir haben sehr gut verkauft.“ Und was hat’s nun auf sich mit dem Steinbeißer? Ach, ja: Der ist Teil einer Krimi-Geschichte, auf die sich mehrere Händler am Löhberg beziehen.

Zufrieden ist auch Klaus Bloem von der Buchhandlung Röder an der Leineweberstraße: „Es sind mehr Leute gezielt nur der Fenster wegen durch die Stadt gelaufen. Einige waren sogar sonntags unterwegs.“ Bloem allerdings genügten auch drei Wochen Wettbewerb; andernfalls seien die Fenster einfach zu lange belegt. „Und wir wollen ja auch mal andere Sachen zeigen.“ Noch aber sind die Frosch-Bilder von Helmut Kottkamp in seiner Auslage zu sehen.

„Diesmal war die Resonanz sehr verhalten“

Weniger glücklich ist Jutta Pfeiffer. Eigentlich ist die Chefin vom Papierwerk am Dickswall Fan der Wettbewerbs-Idee, „doch diesmal war die Resonanz sehr verhalten“. Ähnlich wie 2012 hatte sie eine Mitmach-Aktion angedacht: Kunden sollten Ansichtskarten für das Fenster schicken. „Doch diesmal lief alles zäh.“ Vielleicht, so sagt sie, sei der Wettbewerb „ja etwas untergegangen“.

Hinzu kommt die Baustelle an der Althofstraße. Zu den Läden, die darunter leiden, zählt auch das von Patrick Heimbuch. Natürlich behindere die Baustelle, sagt der Geschäftsführer. „Doch zum Glück haben wir wenig Laufkundschaft.“ Resonanz auf die Illustrationen im Fenster habe er aber auch kaum bekommen.

Am Freitag werden die Gewinner des Wettbewerbs bekannt gegeben. Mal seh’n, wer das Rennen macht. . .