Saarner Straße soll bald wieder freigegeben werden

Der Hohlraum unter der Fahrbahn ist mit Beton verfüllt. Am Mittwoch soll, wenn das Wetter es zulässt, die neue Asphaltdecke aufgewalzt werden.

Mülheim.. Manchmal tut sich plötzlich im Boden ein Loch auf, wie vor einigen Jahren an der Mühlenstraße in Dümpten. Bei Bohrungen für den neuen Aufzug in der U-Bahnstation „Mühlenfeld“, trifft die Maschine 2011 unerwartet auf Luft – ein altes Bergbauloch. Ein anderes Mal sackt die ein Stück Fahrbahn ab, wie kürzlich an der Kreuzung Saarner Straße/ Krähenbüschken. In beiden Fällen hatte sich ein Hohlraum im Erdreich gebildet. Zuerst vermuten betroffene Bürger einen Bergschaden, was in dieser Gegend nahe liegt. Es können auch Ausspülungen sein – verursacht von undichten Wasserleitungen oder Grundwasserbewegungen.

Was die Saarner Straße/ Krähenbüschken betrifft, so werden Autofahrer dort bereits vor den Feiertagen wieder eine umleitungsfreie Fahrt haben. „Den Hohlraum haben wir mit einer Betonmasse verfüllt, die jetzt aushärtet“, beschreibt Andreas Pape, Abteilungsleiter beim Tiefbauamt. Wenn das Wetter es erlaubt, wird heute bereits die neue Asphaltdecke aufgewalzt. „Wahrscheinschlich können wir am Donnerstag die Sperrung aufheben“, sagte Pape gestern.

Eigentlich hatten die städtischen Straßenbauer auf der Saarner Straße eine Reparatur der Fahrbahn angesetzt, weil diese abgesackt war. Als der Bagger die Decke aufriss, blickten die Arbeiter in einen Hohlraum. Mehrere Kubikmeter Erde fehlten – Arbeitsstopp.

Noch kein Verursacher ermittelt

Sofort rollten die ausgedehnten Untersuchungen der möglichen Verursacher an. Kanal- und Wasserleitungsbauer waren vor Ort. Auch Mitarbeiter der für den Bergbau zuständigen Bezirksregierung inspizierten das Loch in der Straße und die Umgebung. Fest steht wohl: „Es ist kein Bergschaden“, sagte gestern Andreas Pape.

Andererseits hatte Frank Schöttler, Bauingenieur beim Tiefbauamt bereits ermittelt: „Es ist bekannt, dass es in dem Bereich an der Saarner Straße wohl oberflächlichen Bergbau gegeben hat.“ Auch die Trinkwasserversorger und Kanalbauer hatten nach einer Prüfung keine Schäden und Flüssigkeitsverluste an und in ihren Leitungen ermittelt. Das bedeutet bisher: Wird kein Verursacher für den Verlust mehrerer Kubikmeter Erde unter der Saarner Straße ermittelt, muss die Stadt das Verfüllen samt Straßenreparatur aus ihrem Etat bezahlen.

Damit nicht genug: Weitere Absenkungen haben die Inspekteure an der Saarner Straße in Richtung Stadtmitte bis zur Straße Siepmanns Hof entdeckt. „Diese werden im Rahmen einer weiteren Baumaßnahme – etwa ab Mitte April – instandgesetzt“, heißt es dazu aus dem Rathaus. Dabei werde es voraussichtlich keine Umleitung für Autofahrer geben. Eine Baustellenampel regele dann den Autoverkehr im Bereich der Baustelle.

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