Ruhrbania-Promenade am Mülheimer Hafen soll im September fertig sein

Blick von der Eisenbahnbrücke: Hier soll die Promenade entstehen, hier sollen demnächst Fußgänger an der Ruhr flanieren.
Blick von der Eisenbahnbrücke: Hier soll die Promenade entstehen, hier sollen demnächst Fußgänger an der Ruhr flanieren.
Foto: WAZ FotoPool
Im September soll der Platz am Mülheimer Hafen mit der neuen Promenade fertig sein. Die weitere Errichtung der Ruhrpromenade wird sich noch bis ins Frühjahr 2014 hineinziehen. Ruhrbania-Koordinator Günther Helmich ist trotz vieler Rückschläge von dem Projekt überzeugt - doch es gibt auch Zweifler.

Mülheim. Junge Leute liegen tagsüber im Hafen auf den Bootsstegen in der Sonne, und wer abends von der Stadthalle auf das Ruhrbania-Ensemble schaut, entdeckt hier und da Leute, die sich auf der Treppenanlage niedergelassen haben und den Tag ausklingen lassen. Langsam kann man die Atmosphäre ahnen, die sich an der neuen Promenade mal breit machen soll. Im September, so Günther Helmich, Ruhrbania-Koordinator der Stadt, soll der Platz um den Hafen herum fertig sein. Die weitere Errichtung der Ruhrpromenade, vom Hafen bis zur Bahnstraße, wird sich bis zum April nächsten Jahres hinziehen.

Es dauert, aber es geht vorwärts. Günther Helmich, der mit Ruhrbania schon so manchen Rückschlag hinnehmen musste, sieht es positiv. „Ich bin überzeugt, dass dieser Ort eines Tages ein Gewinn sein wird“, sagt er und steht damit nicht alleine. Ob die Umgestaltung der Ruhrpromenade mit Wohnen, Hafen und Cafés auch die Innenstadt beleben wird, daran hat mancher jedoch (noch) Zweifel.

Stein in zwei Farbtönen

Die Anlage der Ruhrpromenade hat begonnen. Von der Eisenbahnbrücke, wo irgendwann die Radfahrer einen Zwischenstopp einlegen sollen, ist der Fortschritt zu erkennen. Allerdings will die Stadt den historischen Leinpfad, der zwischen Promenade und Ufer liegt, nur noch dort wiederherstellen, wo das Natursteinmaterial nicht mehr vorgefunden wurde. Auf eine Reparatur der zwar unebenen, aber vorhandenen Bestandsflächen will man verzichten – zu teuer. „Jeder Stein müsste neu in Handarbeit verlegt werden“, sagt Helmich. Kosten: etwa 100.000 Euro. „Wir würden zudem nur einen optischen Effekt, keinen funktionalen erzielen“, heißt es in Baudezernat.

An den sogenannten Sonnenfallen wird die Stadt festhalten. Sie werden zwischen Promenade und historischem Leinpfad liegen. Sie sollen eines Tages als Sitz- und Liegezonen zwischen den Bäumen dienen. Die Sonnenfallen werden aus den Natursteinmauern, die einst an der Stelle zur Gartenanlage „Ostruhranlagen“ gehörten, geformt mit einer vorgelagerten Rasenfläche.

Nur noch drei Sitz- und Liegezonen

Allerdings, so Helmich, werde man nur noch auf drei statt auf fünf solcher Sitz- und Liegezonen kommen. Zum einen sind viele der Sandsteine durch Rissbildungen geschädigt, zum anderem lässt der Baumbestand nicht mehr zu.

Mit zwei Farbtönen wird an der Promenade gearbeitet: Dunkler Stein für Fahrbahnen, heller für Fußgänger. Rund 1,4 Millionen Euro investiert die Stadt in die Neugestaltung. Noch offen ist, ab wann ein Café im Gebäude von Kondor Wessels betrieben wird. Es öffnet sich zum Hafen, mit kleinem Vorplatz.

 
 

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