Ruhrbania-Investor MWB: „Wir verheben uns nicht!“

Drei Bauten sollen entstehen – mit 48 Miet- und 52 Eigentumswohnungen sowie Gewerbeflächen.
Drei Bauten sollen entstehen – mit 48 Miet- und 52 Eigentumswohnungen sowie Gewerbeflächen.
Foto: MWB

Mülheim.  „Die Finanzierung steht!“ Mit dieser Stellungnahme zum Ausstieg seiner zwei Partner aus der Projektgesellschaft für das Ruhrbania-Baufeld 2 ging am Mittwochabend der Mülheimer Wohnungsbau an die Öffentlichkeit.

Der WAZ-Bericht über den Ausstieg der Heine Baugesellschaft und von Privatinvestor Jochen Hoffmeister aus dem Investoren-Konsortium „ruhr 12.0“ hatte der MWB-Geschäftsführung gar nicht geschmeckt. Auch wenn Ostern bevorstehe, so Geschäftsführer Frank Esser, „wir reden ungern über ungelegte Eier“.

Die WAZ hatte berichtet, dass Heine (45,5 %) und Hoffmeister (9 %) sich von ihren Gesellschaftsanteilen an der „ruhr 12.0“ getrennt haben und damit beim MWB das komplette Finanzierungsrisiko für das Millionen-Projekt auf dem Areal der alten Stadtbücherei verbleibt. Esser bestätigte, dass „die Übernahme der Gesellschafteranteile vertraglich geregelt ist, doch die Tinte ist noch nicht trocken“. Die Unterzeichnung der Verträge sei erst für die Woche ab 8. April vorgesehen.

Die Heine Baugesellschaft hat sich dem Vernehmen nach aufgrund wirtschaftlicher Notwendigkeiten als Investorin zurückgezogen. Wie zu hören ist, hat das Oberhausener Unternehmen sein Geschäft neu strukturiert und will künftig nicht mehr als Projektentwickler für eigene Bauträgergeschäfte agieren. Der MWB bestätigte die „wirtschaftliche Neuausrichtung“ bei Heine. Der Partner sei schon Ende Dezember 2012 an den MWB herangetreten mit dem Wunsch, aus der Projektgesellschaft auszusteigen und nur mehr als Bauträger an der Ruhrpromenade zu fungieren.

„Daraufhin“, so Esser, „haben wir einen Kassensturz gemacht, Chancen und Risiken abgewogen und entschlossen, das Projekt alleine durchzuziehen.“ Die Übernahme auch der Anteile von Jochen Hoffmeister sei da nur „eine logische Konsequenz“. Esser: „Wir haben jetzt eine ganz andere unternehmerische Freiheit.“

Zweifel an der wirtschaftlichen Potenz des MWB, das 35-Millionen-Euro-Invest alleine zu stemmen, versuchte Esser zu zerstreuen. „Kein Pappenstiel“ sei das zwar, „aber wir verheben uns nicht. Wir haben Top-Ratings, eine solide Vorfinanzierung und verlässliche Partner an unserer Seite.“ Ab Mai soll gebaut werden.

 
 

EURE FAVORITEN