"Renaissance der Straßenbahn"-Schau soll in Mülheim zu sehen sein

Die Ausstellung "Renaissance der Straßenbahn" befasst sich mit Städten, die in den letzten 20 Jahren neue Straßenbahnlinien schufen.
Die Ausstellung "Renaissance der Straßenbahn" befasst sich mit Städten, die in den letzten 20 Jahren neue Straßenbahnlinien schufen.
Foto: Martin Kuhna
Es drohte ein Konflikt: Wollte die Stadt, in der die Zukunft der Straßenbahn wegen extrem hoher Kosten auf dem Prüfstand steht, eine Ausstellung zur Renaissance der Straßenbahnen in europäischen Städten verhindern? Inzwischen heißt es, man suche nach Räumen.

Mülheim. Für Prof. Rainer Meyfahrt ist sie eindeutig sehenswert. Der Verkehrsexperte aus Kassel empfahl die Ausstellung mit dem Titel „Die Renaissance der Straßenbahn“ im Ratshearing vergangenen Donnerstag ausdrücklich.

Bei den anwesenden Vertretern der Mülheimer Verkehrsgesellschaft (MVG) traf er auf offene Ohren: Die Mitarbeiter der Via-Unternehmenskommunikation hatten sich schon im Vorfeld bemüht, die Ausstellung nach Mülheim zu holen. Zunächst blieb die Anfrage an die Stadt nach Ausstellungsfläche unbeantwortet. Nach längerem Hin und Her sieht es nun aber so aus, als würde die Schau 2014 in der Stadt zu sehen sein.

Verschiedene Flächen sind im Gespräch

Die Münchener Verkehrsgesellschaft – ebenfalls MVG abgekürzt – hat die Ausstellung zusammengestellt. „Die Renaissance der Straßenbahn“ befasst sich mit Städten, die in den letzten 20 Jahren neue Straßenbahnlinien schufen. Bordeaux, Nizza, Barcelona gehören dazu. Wie und warum der Ausbau vorangetrieben wurde, zeigt die Schau in Bild und Text. „Wir empfanden das als Bereicherung der Debatte, die in Mülheim geführt wird“, sagt Via-Sprecher Nils Hoffmann. Dass es ein Beitrag pro Tram ist, liegt in der Natur der Sache. „Es ist ja klar, dass wir als MVG uns politisch positionieren.“

Wann und wo die Schau zu sehen sein wird, ist noch nicht klar. Aber dass sie nach Mülheim kommt, scheint ausgemacht. Das sah Ende vergangener Woche noch anders aus. Da klagte die MVG darüber, dass die Stadt wohl keinen Platz für die Schau zur Verfügung stellt, während Stadtsprecher Volker Wiebels davon sprach, die Anfrage werde derzeit noch geprüft. Inzwischen spricht Nils Hoffmann von „konstruktiven Gesprächen“. Verschiedene Flächen seien im Gespräch. Welche es wird, wird man sehen.