Radweg von Mülheim nach Essen soll bis 2015 entstehen

Als reine Baukosten für den Radweg sind 4,5 Mio. Euro veranschlagt.
Als reine Baukosten für den Radweg sind 4,5 Mio. Euro veranschlagt.
Foto: WAZ FotoPool
Wie der Regionalverband Ruhr (RVR) bestätigte, soll bis Mitte 2015 ein Radweg auf der ehemaligen Trasse der Rheinischen Bahn entstehen. Dieser wird dann von Mülheim auf direktem Weg in die Essener Innenstadt führen. Derzeit endet der Radweg vor der Stadtgrenze in Essen-Frohnhausen.

Mülheim. Bis Mitte 2015 soll Mülheim über den Radweg auf der ehemaligen Trasse der Rheinischen Bahn auf direktem Weg mit Essens Innenstadt verbunden sein. Diesen Zeitplan bestätigte am Dienstag der Regionalverband Ruhr (RVR), der den Bau des Rad- und Fußwegs unter seiner Regie hat. Erst nach 2015 soll vom Hauptbahnhof aus über Broich und Speldorf weiter Richtung Rheinauenpark in Duisburg gebaut werden.

Zurzeit endet der Radweg, der im Essener Uni-Viertel seinen Anfang nimmt, kurz vor der Stadtgrenze an der Böhmerstraße in Essen-Frohnhausen. Ab Herbst soll der Radweg auf Mülheimer Gebiet geführt werden, am Frohnhauser Weg in Heißen soll der Lückenschluss zur Grugabahn hergestellt werden. Zwei Tunnelbauwerke machen den 1,5 Kilometer langen Bauabschnitt 1,5 Mio. Euro teuer. Ende 2014, so der RVR, soll er freigegeben werden.

RVR rechnet fest mit Fördermitteln

Laut Berichtsvorlage der Stadt für den nächsten Planungsausschuss soll im Anschluss „ein wichtiger Meilenstein“ gesetzt werden: Zwischen 2014 und Mitte 2015 soll der Radweg zwischen Frohnhauser Weg und Mülheims Hauptbahnhof gebaut werden, in der Regel sechs Meter breit wird er sein, und asphaltiert. Der RVR rechnet fest mit einer Bewilligung von beantragten Fördermitteln aus dem „Ökologieprogramm Emscher-Lippe“ und dem Ziel-II-Topf der EU.

Als reine Baukosten (ohne Grundstückserwerb von der Bahn) sind 4,5 Mio. Euro veranschlagt. Die Deutsche Bahn, so ist vom RVR zu hören, wird benötigte Grundstücksflächen entweder verkaufen oder im Rahmen einer Gestattung dem RVR zur Nutzung überlassen. Pläne für den Rhein-Ruhr-Express sollen vom Radwegebau unberührt sein. Entsprechende Verträge mit der Bahn sollen Ende dieses Jahres geschlossen werden.

Kosten von rund 8,5 Mio. Euro

Erst für die nächste Förderperiode ab 2015 ist der Weiterbau des Rad- und Fußwegs vom Hauptbahnhof gen Westen, über die Ruhr, an der Müga, der neuen Fachhochschule und dem alten Speldorfer Güterbahnhof Richtung Duisburg vorgesehen. Die Hochschule Ruhr West wird also nicht, wie ursprünglich von der ehemaligen Planungsdezernentin Helga Sander in Aussicht gestellt, zur Eröffnung über einen Radweganschluss verfügen.

Die Verzögerung liegt auch in den sanierungsbedürftigen Bauwerken begründet, über die der Weg verlaufen soll. Sprich: die Ruhrbrücke samt anschließender Hochbrücke und darunterliegenden Bahnbögen. Laut RVR und Sanierungskonzept eines Ingenieurbüros sind hierfür, inklusive einjähriger Vorplanung, rund drei Jahre Bauzeit zu veranschlagen. Insgesamt soll die Strecke zwischen Hauptbahnhof und Hochschule 8,5 Mio. Euro kosten.

Das alles soll jenseits 2015 passieren, dann aller Voraussicht nach zeitgleich mit dem Weiterbau des Radweges über Broich und Speldorf nach Duisburg.

 
 

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