quer-LESEN

Wissenschaftler müssen viel lesen, wenn sie in ihrem Forschungsgebiet stets auf dem aktuellen Stand sein wollen. Ständig kommen neue Publikationen dazu. Wie behält man da den Überblick? Die Antwort heißt: querlesen. Dazu rät Klaus Thelen, Leiter des Instituts für Mess- und Sensortechnik an der HRW, auch seinen Studenten, wenn sie sich in ein neues Thema einarbeiten sollen. Besonders gut querzulesen eignen sich gute Lehrbücher: „Das Buch sollte so gegliedert sein, dass man viele Fakten erfährt, die aufeinander aufbauen. Dadurch bekommt man schneller ein Urteilsvermögen, um bei der Suche nach weiterführender Literatur entscheiden zu können, was brauchbar ist und was nicht.“ Wer so querliest, erfährt Fakten, die es ihm ermöglichen, sich in einem Themengebiet zu orientieren. So macht es auch der Professor selbst.

Für ihn bedeutet Lesefähigkeit auch immer Kritikfähigkeit. Ein solches Urteilsvermögen sei im späteren Beruf unverzichtbar. Als Student soll man es erlangen. Das ist mitunter mühsam. Rund ein Drittel aller Prüfungspunkte, so schätzt er, gingen verloren, weil die Studenten die Aufgaben nicht richtig lesen würden. Da hilft nur Training. Wer viel liest, der kann auch gut querlesen. Thelen selbst kommt kaum dazu, Belletristik zu lesen. „Dafür fehlt leider die Zeit.“ Er liest aktuell zu einem Thema quer, das ihn besonders interessiert: Elektromobilität

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