Programm für Mülheims Promenadenfest am 11. Mai steht

Margitta Ulbricht
Bodypainterin Susanne van Zeelands Meerjungfrau vor der Hafenkulisse ganz in ihrem Element, und sie wirbt für ein Fest der Superlative.
Bodypainterin Susanne van Zeelands Meerjungfrau vor der Hafenkulisse ganz in ihrem Element, und sie wirbt für ein Fest der Superlative.
Foto: WAZ FotoPool
Das Programm für Mülheims Promenadenfest am 11. Mai steht. Mit dabei: Hafen-Eröffnung, Tag des Mülheimer Sports und verkaufsoffener Sonntag. Die Mülheimer Stadtmarkteting- und Tourismusgesellschaft erwartet Tausende Besucher.

Mülheim. Inge Kammerichs, MST-Chefin, wird nicht müde, immer wieder zu betonen: „Ein Fest für die Mülheimer.“ Und von Mülheimern, denn mit Ausnahme einer Kölner Band bestreiten ausschließlich lokale Akteure das Programm des ersten Promenadenfestes am 11. Mai, Muttertag. Dafür ziehen über 30 Sportvereine, alle Hilfsorganisationen, der Mülheimer Sportbund und Sport-Service, die Werbegemeinschaft Innenstadt, die Ruhrbania GmbH, das Umweltdezernat und die Stadtmarketinggesellschaft mit insgesamt rund 1000 Aktiven an einem Strang.

Damit „rückt Mülheim an die Ruhr heran“, sagt Kammerichs. Bei der Planung der Großveranstaltung „haben wir versucht, dem Thema Hafen und Wasser treu zu bleiben“. Zur Eröffnung des Hafens um 12 Uhr sammeln sich über 30 Boote und Schiffe zur Parade auf der Ruhr. Zehn Stunden Live-Programm geht auf drei Bühnen ab. Auf der Hafenbühne spielen der Shanty-Chor „Kormoran“, die Ruhr-River Jazzband, Four 2 the Bar, FKK und Soul Express.

Besucher an und aufs Wasser bringen

Die Besucher sollen ans und aufs Wasser gebracht werden – Aktionen und Bootsfahrten auf der Ruhr werden angeboten. Auf der Sportbühne am Kurt-Schumacher-Platz präsentieren sich Mülheims Sportvereine vielfältig – von Aerobic bis Zumba inklusive Live-Musik. Zum Mitmachen oder Zuschauen. Den Rhythmus dazu liefern die „Students of Jazz“ und „Groovin’-a-Box“. Eine Kinderbühne gibt’s am Kaufhof.

Eine Bimmelbahn lädt zur Stadtrundfahrt zwischen Hafen und der City ein, wo der verkaufsoffene Sonntag um 13 beginnt. Darin sieht Kammerichs „eine große Chance, Promenadenbesucher in die Innenstadt zu locken“. Die MST-Chefin ist sich sicher, an diesem Tag „tausende Menschen begrüßen zu können“. Die nicht hungern und dursten müssen, denn eine Gastro-Meile wird auf der Schollenstraße aufgebaut. Gratis ihr Auto abstellen können Besucher in den Parkhäusern der City und auf den Plätzen an der Stadthalle oder der Konrad-Adenauer-Brücke. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird dringend empfohlen. Ein Tag, den die Gäste genießen sollen, „alles ist kostenfrei – mit Ausnahme der Speisen und Getränke“. Als Höhepunkt soll abends um ca. 21.30 Uhr eine Feuer- und Wassershow „Flames of Water“ an der Mole steigen, begleitet von einem Soundtrack, der „eigens dafür gemacht wurde“, sagt Kammerichs. Eine Show, von der die MST-Chefin überzeugt ist: „So etwas hat es in Mülheim noch nicht gegeben.“

Kontroversen im Vorfeld: Extra-Schicht und Wahlwerbung 

Das Budget für das erste Promenadenfest beziffert Inge Kammerichs mit 62 000 Euro. Die Mülheim-Partner unterstützen das Fest und es kam zu Umschichtungen im Etat. „Wir kommen dabei mit sehr wenig Geld aus“, sagt die MST-Chefin mit Blick auf die vielen Vereine und Akteure, die die Veranstaltung ehrenamtlich stemmen.

Dass 20 000 Euro, die für die Extra-Schicht vorgesehen waren, in das Hafenfest geflossen sind, war politisch auf Kritik gestoßen. Mit Mehrheit hatte sich die Politik gegen Kürzungen bei der Extra-Schicht ausgesprochen und die MST aufgefordert, für das volle Programm 2014 zu sorgen. Das hält Kammerichs nicht für umsetzbar. „Es ist spät, alle Fristen sind abgelaufen.“ Schließlich sei Mülheim bei der Extra-Schicht mit dem Aquarius vertreten.

Im Vorfeld war es ein Thema, ob die Parteien das Fest für Wahlwerbung nutzen. In einem von SPD und CDU angeregten Fairplay-Abkommen zur Wahl wurde die Absprache getroffen, darauf zu verzichten. Die Grünen klinkten sich aus, weil sie das Fest in der heißen Wahlkampf-Phase in der Nähe der OB und damit der SPD sehen. Kammerichs hofft „sehr, dass alle Parteien einsehen, dass die Mülheimer den Tag genießen und möglichst unbehelligt von politischen Aussagen bleiben wollen“.