Polemik der MBI minderten die Siegeschancen

Überrascht hat die Standortentscheidung der Sparkassenakademie zugunsten Dortmunds am Ende niemanden mehr. „Das haben wir schon gespürt, deshalb ist jetzt die Enttäuschung nicht mehr ganz so groß“, sagte gestern Wirtschaftsförderer Jürgen Schnitzmeier. Fragen wurden keine mehr gestellt und der Fokus richtete sich stärker auf den Phoenix-See. Mehr als unglücklich sei man darüber gewesen, dass es in der Stadt so großen Widerstand aus der Bürgerschaft gegen das Projekt gegeben hat. Das habe im Wettbewerb auch für Irritation gesorgt. Das macht auch den SPD-Fraktionschef Dieter Wiechering „traurig und zornig“, der erst in seiner Haushaltsrede die Halbwahrheiten und Polemik von Lothar Reinhard anprangerte. Ob es letztlich wettbewerbsentscheidend war, ist reine Spekulation. „Ich habe immer gesagt, dass es am Ende eine politische Entscheidung wird. Und da spielt eine entscheidende Rolle, ob man auch in einer Stadt willkommen ist.“ Welcher Investor, der es auch noch eilig hat, geht schon in eine Stadt, wo er womöglich durch ein Bürgerbegehren ausgebremst wird?

Zum Mülheimer Wettbewerbsbeitrag gibt es aus Düsseldorf kein offizielles Statement. Dortmund, so heißt es, sei in jeder Hinsicht ein hervorragender Standort, die Entscheidung bei der Fülle der herausragenden Bewerbungen schwierig. Was man so sagt. Mülheim soll immerhin mit dem VHS-Grundstück nach der Bewertungsmatrix mit knappem Vorsprung Sieger nach Punkten gewesen sein. Und auch der Kaufhof landete unter den besten sechs aus 39.

Nach vorne schauen heißt jetzt für die Unterlegenen die Devise und sie hoffen, dass die Konzepte an der Ruhrpromenade und an der Bergstraße in modifizierten Konzepten realisierbar sind. Mühlenfeld sagte zum Wettbewerbsstart: „Wir geben unser Bestes.“ Gestern meinte sie:„Das sah die Jury nun auch so, ansonsten wären wir nicht so weit gekommen“.

Das macht auch Mut.

 
 

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